Unsensible Spielansetzung

DFL ignoriert einfach Unions Weihnachtssingen

Das traditionelle Treffen am Abend vor Heiligabend muss verschoben werden, weil am Nachmittag das Spiel in Aue angesetzt wurde.

Das Weihnachtssingen ist beim 1. FC Union Berlin längst zur Tradition geworden

Das Weihnachtssingen ist beim 1. FC Union Berlin längst zur Tradition geworden

Foto: Kay Nietfeld / picture alliance / dpa

Sensibel ist anders. Der 1. FC Union Berlin muss zum letzten Spiel des Jahres 2018 am 23. Dezember (13.00 Uhr) beim FC Erzgebirge Aue antreten. Das ergeben die Spielplan-Ansetzungen, die von der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Mittwoch veröffentlicht wurde. Möglicherweise wird das traditionelle Weihnachtssingen, das mittlerweile in ganz Europa bewundert wird, am selben Tag im Stadion an der Alten Försterei daher später als bisher geplant um 19.00 Uhr beginnen, damit alle Fans vom Spiel in Aue rechtzeitig zurück in Köpenick sein können, teilte der Berliner Fußball-Zweitligist mit. Das Erzgebirgestadion ist 281 Kilometer weit weg von der Alten Försterei gelegen, Google Maps gibt eine Fahrzeit von 3.15 Stunden mit dem Auto an.

Der Bitte des 1. FC Union, die Austragung der Partie auf einen alternativen Termin als auf den Sonntag vor Heiligabend zu legen, hätte die DFL aufgrund der Komplexität der Spielplan-Terminierung nicht nachkommen können, berichtete der Verein. Und widerspricht so von vornherein möglichen Spekulationen, die DFL-Leute revanchieren sich so dafür, dass Union-Präsident Zingler Anfang Oktober ein Thesenpapier über eine grundsätzliche Neuausrichtung des Ligaverbandes „als Diskussionbeitrag“ in der Öffentlichkeit lancierte. Letztlich muss sich Union den im milliardenschweren Fernsehvertrag garantierten Anstoßzeiten halten, fürs unkommerzielle Weihnachtssingen, das es seit 2003 gibt, zahlt halt keiner was.

Zu den weiteren Ansetzungen: Das Union Heimspiel gegen den VfL Bochum wird am Samstag, den 15. Dezember, um 13.00 Uhr angepfiffen. Am Donnerstag, den 31. Januar (20.30 Uhr) starten die Eisernen mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln ins neue Jahr 2019. Am Montag, den 4. Februar (20.30 Uhr) folgt die Partie beim FC St. Pauli. Danach empfängt Union am Samstag, den 9. Februar (13.00 Uhr), den SV Sandhausen.

Die Ansetzungen für Hertha BSC lauten wie folgt:

15. Sa. 15.12., 15:30 Uhr VfB Stuttgart – Hertha BSC

16. Di. 18.12., 20:30 Uhr Hertha BSC – FC Augsburg

17. Sa. 22.12., 15:30 Uhr Bayer Leverkusen – Hertha BSC

18. So. 20.01., 15:30 Uhr 1. FC Nürnberg – Hertha BSC

19. Fr. 25.01., 20:30 Uhr Hertha BSC – FC Schalke 04

20. Sa. 02.02., 15:30 Uhr Hertha BSC – VfL Wolfsburg

21. Sa. 09.02., 15:30 Uhr Borussia Mönchengladbach – Hertha BSC


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