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"Noch viel Luft nach oben": Offene Fragen für Union

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Kroos (l.) im Gespräch mit Prömel

Kroos (l.) im Gespräch mit Prömel

Beim 2:2 gegen Schlusslicht Duisburg war mehr drin. Die nächste Chance, die Flutlicht-Misere zu durchbrechen, bietet sich schon bald.

Berlin. Mit gemischten Gefühlen startet der 1. FC Union Berlin die Vorbereitung auf das Verfolgerduell mit Arminia Bielefeld. Einerseits sind die Köpenicker unter ihrem neuen Trainer Urs Fischer immer noch ungeschlagen und besitzen Anschluss an die Spitzengruppe der 2. Fußball-Bundesliga. Andererseits ließ der Hauptstadtclub beim spektakulären 2:2 gegen Schlusslicht MSV Duisburg wieder zwei Punkte im Duell mit einem Abstiegskandidaten liegen.

"Wir wissen, dass wir noch viel Arbeit haben", analysierte Verteidiger Florian Hübner den insgesamt gelungenen Auftakt nach sechs Pflichtspielen. "Wir haben gute Ergebnisse erzielt. Aber wissen, dass noch viel Luft nach oben ist."

Wo steht Union?

Vor allem in der Verteidigung präsentieren sich das Team unter Fischer bereits gefestigt, brachte sich gegen den Revierclub allerdings durch zwei Patzer um die vermeintlich sichere 1:0-Führung.

Die Offensive zeigt sich aber noch zu wankelmütig. Gala-Auftritten wie bei der 2. Halbzeit des 4:1 gegen den FC St. Pauli folgten eher uninspirierte Auftritte wie schon beim 0:0 beim SV Sandhausen. "Im Spiel nach vorne haben wir noch Bedarf", betonte Hübner, der mit seinem 2:2 per Kopf in der Nachspielzeit gegen den MSV zumindest noch den einen Punkt rettete. "Wir müssen uns noch mehr Chancen erarbeiten."

Coach Fischer zog ein eher bitteres Fazit

"Mit zwei individuellen Fehlern beraubst du dich der Punkte. Wir haben zwei Punkte verloren", konstatierte der Schweizer nach dem Spiel gegen den zuvor noch punkt- und torlosen Tabellenletzten. "Ich bin natürlich unzufrieden, aber ich kann meiner Mannschaft keinen großen Vorwurf machen."

Durch das dritte Unentschieden im fünften Ligaspiel verpasste es Union, zumindest für eine Nacht die Tabellenführung vom 1. FC Köln zu erobern. Statistisch fällt auf, dass die Köpenicker damit bereits das achte Abendspiel in der 2. Liga nacheinander nicht gewinnen konnten: Zuletzt gab es abseits des DFB-Pokals am 25. September 2017 durch das 5:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern einen Sieg unter Flutlicht.

Die nächste Chance bietet sich dazu bereits in anderthalb Wochen am Dienstagabend gegen Holstein Kiel. Zuvor geht es am Samstag (13.00 Uhr) zur Arminia nach Ostwestfalen. "Jetzt müssen wir uns alle zusammenraufen, das analysieren und dann halt nächste Woche in Bielefeld wieder Gas geben", kündigte Mittelfeldspieler Grischa Prömel an.

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( dpa )