Fussball

Bei Union herrscht Ratlosigkeit

Die schlechteste Rückrunden-Mannschaft bricht in Darmstadt wieder ein. Jetzt soll gegen Bochum die Rettung gelingen.

Trainer Andre Hofschneider versteht es nicht, warum seine Spieler in den Spielen so viele Fehler machen

Trainer Andre Hofschneider versteht es nicht, warum seine Spieler in den Spielen so viele Fehler machen

Foto: pa

Berlin. Regungslos standen die Union-Profis nach dem bitteren 1:3 in Darmstadt vor dem Berliner Fanblock. Die rund 1300 mitgereisten Anhänger verzichteten auf böse Worte an ihr Team, das sich zum wiederholten Mal in dieser Saison als Aufbaugegner für einen im Abstiegskampf steckenden Konkurrenten erwies. Mit Galgenhumor sangen die Anhänger "Always Look on the Bright Side of Life". Das Lied aus der Monty-Python-Komödie "Das Leben des Brian" war in den letzten Jahren nach Auswärts-Niederlagen der Eisernen immer mal wieder zu hören: "Schau immer auf die Sonnenseite des Lebens."

Die Abstiegsgefahr hat sich zwei Spieltage vor Ende der katastrophal verlaufenden Rückrunde wieder erhöht. Der Vorsprung auf den direkten Abstiegsrang 17 beträgt nach der höchsten Saison-Niederlage nur noch vier Punkte. Relegationsplatz 16 ist lediglich drei Zähler entfernt.

Das Positive: Wahrscheinlich reicht schon ein Punkt aus den letzten beiden Spielen am Sonntag (15.30 Uhr) zu Hause gegen den VfL Bochum und am 13. Mai bei Dynamo Dresden. Doch darauf will sich bei Union keiner verlassen. "Wir können nicht bis zum letzten Spieltag hoffen, dass die anderen alle verlieren, für uns spielen und wir kein Spiel gewinnen", sagte Mittelfeldspieler Michael Parensen, der den Ehrentreffer (87.) besorgte.

Die Partie ging jedoch bereits in der ersten Halbzeit verloren. Nach Toren des Ex-Herthaners Fabian Holland (12.) und einem Doppelpack von Felix Platte (22./35.) lagen die Gäste schnell mit 0:3 zurück. "Darmstadt war uns in der ersten Hälfte in den entscheidenden Zweikämpfen ein Stück voraus. Sie haben hinten ihr Tor bissiger verteidigt und sich vorn durchgesetzt", erklärte der ratlos wirkende Trainer André Hofschneider. "Am Ende war es ein völlig verdienter Sieg für Darmstadt. Für uns gilt es, das Spiel so schnell wie möglich abzuhaken. Wir müssen zu Hause gegen Bochum alles mobilisieren, um den Klassenerhalt fix zu machen."

Alle Gegentreffer fielen in Anschluss an Standardsituationen. Angreifer Steven Skrzybski sprach von einer "katastrophalen" ersten Hälfte. Die letzte Konsequenz habe gefehlt und die Zuordnung nicht gestimmt. Gegen Bochum soll nun der Befreiungsschlag gelingen. "Wir wollen den Sack zu machen", betonte Skrzybski.