Zweite Liga

Union-Trainer Keller bekommt von Darmstadt Geschenke

Union schafft zum 47. Geburtstag des Coaches in allerletzter Sekunde ein 3:3 gegen Darmstadt - allerdings nur dank eines Eigentores.

Union-Coach Jens Keller (r.) und sein Assistenztrainer Henrik Pedersen bei der Fehleranalyse nach dem Remis gegen Darmstadt

Union-Coach Jens Keller (r.) und sein Assistenztrainer Henrik Pedersen bei der Fehleranalyse nach dem Remis gegen Darmstadt

Foto: Annegret Hilse / dpa

Berlin.  Ein Ständchen gab es für Jens Keller, der am Freitag 47 Jahre alt wurde, von den 21.108 Zuschauern in der Alten Försterei am Freitagabend nicht. Das mochte der Trainer des 1. FC Union noch verschmerzen. Nicht jedoch, dass es seinen Profis nicht gelang, ihm einen Sieg gegen Darmstadt 98 zu schenken. Die Köpenicker retteten in der vierten Nachspielminute zwar noch ein 3:3 (1:0) gegen den Bundesliga-Absteiger. Wirklich freuen mochte sich Keller über dieses glückliche Remis nicht.

„Das Spiel geht als alles andere durch, aber nicht als Geschenk“, sagte Keller. „Wir sind schwer ins Spiel gekommen, haben dann klar dominiert mit enorm viel Ballbesitz. Doch dann kommen wir nach der Pause nicht mehr dazu, unser Tor zu verteidigen.“ So verliert Union nach dem 3:4 von Heidenheim weitere zwei Zähler im Aufstiegsrennen.

Geschenke gab es trotzdem, dafür sorgten die Darmstädter. Grischa Prömels Führungstor zum Beispiel war eins. Kristian Pedersen hatte sich links durchgedribbelt und auf Prömel quer gelegt, dessen verunglückter Schuss Darmstadts Torhüter Florian Stritzel auch noch durchrutschen ließ (38.). Die Führung war dennoch verdient für die Köpenicker, die mit Trauerflor spielten in Gedenken an den am 6. November nach einem Krebsleiden verstorbenen 68er-Pokalhelden Günter „Jimmy“ Hoge.

Elfmeter-Geschenk zur erneuten Führung

In Halbzeit zwei ging es nach einer dummen Pyro-Aktion im Gäste-Block mit den Geschenken für Union weiter. Nach dem Ausgleich – Christopher Trimmel hatte einen Schuss von Terence Boyd über die Linie gedrückt (51.) – gab es Elfmeter für Union (58.). 98-Kapitän Aytac Sulu hatte den Ball jedoch mit dem Kopf geklärt, nicht mit der Hand. Schon der Freistoß für Hedlund, der zum Elfmeter führte, war fragwürdig. Sebastian Polter, in Abwesenheit von Felix Kroos (wurde erst eingewechselt/83.) Union-Kapitän, war es egal, 2:1 (58.).

Erneut Boyd (62.) und Tobias Kempe per Elfmeter (66., Trimmel hatte Marvin Mehlem gefoult) drehten die Partie jedoch. Erst das Eigentor von Jan Rosenthal (90.+4) rettete noch den einen Punkt. „Alles Gute zum Geburtstag, Jens“, sagte 98-Coach Torsten Frings , „Geschenke haben wir heute ja genug verteilt.“ Recht hatte er.