Neuer Stürmer

Union Berlin holt US-Nationalspieler Wood

Mit Bobby Wood hofft Zweitligist Union die Lücke zu schließen, die Rekordstürmer Sebastian Polter mit seinem Weggang hinterlassen hat.

US-Stürmer Bobby Wood (l.), hier gegen Antonio Rüdiger, war im Länderspiel gegen Weltmeister Deutschland der Matchwinner für die USA

US-Stürmer Bobby Wood (l.), hier gegen Antonio Rüdiger, war im Länderspiel gegen Weltmeister Deutschland der Matchwinner für die USA

Foto: Martin Meissner / AP

Der 1. FC Union ist bei der Suche nach einem Ersatz für Rekordtorjäger Sebastian Polter (Queens Park Rangers) fündig geworden und hat Bobby Wood, 22, vom Zweitliga-Konkurrenten 1860 München verpflichtet. Der US-Nationalspieler erhält einen Vertrag bis 2018 und wird am Dienstag die erste Trainingseinheit im Trainingslager in Bad Kleinkirchheim mit den Köpenickern absolvieren.

Bereits am Montag-Nachmittag war der in Honolulu/Hawaii geborene Fußballprofi mit Unions Konditionstrainer in einer Laufeinheit unterwegs. Am Abend absolvierte er mit Vereinsarzt Dr. Tankred Hase den obligatorischen Medizincheck.

Trainer Norbert Düwel sieht in ihm einen „schnellen und robusten Stürmer, der sowohl mannschaftsdienlich agiert, als auch selbst Torgefahr ausstrahlt“. Und er machte deutlich, dass Wood durchaus auch verpflichtet worden wäre, wenn Polter bei Union geblieben wäre. „Er bringt ein breites Spektrum an Qualität mit“, sagte Düwel.

Siegtor gegen Weltmeister Deutschland

Wood kam unter Coach Jürgen Klinsmann auf bislang acht Einsätze für das US-Team. Größere Aufmerksamkeit erhielt der Angreifer in den vergangenen Wochen, als er nicht nur beim Sieg der Amerikaner in den Niederlanden (4:3), sondern auch gegen Weltmeister Deutschland (2:1) den Siegtreffer erzielte.

Er sieht in Union „die richtige Adresse für mich. Es ist ein besonderer Verein mit großen Zielen, und ich will hier zeigen, was in mir steckt.“ Wood, der in der Rückrunde der vergangenen Saison an Erzgebirge Aue ausgeliehen war, hat bislang 59 Zweitligaspiele absolviert und dabei sechs Tore geschossen. „Ich bin froh, dass der Transfer geklappt hat. Jetzt geht es darum, schnell alle kennenzulernen und meinen Platz im Team zu finden.“

Durch Wood besitzt Union nun neben Sören Brandy, Steven Skrzybski, Collin Quaner und Bajram Nebihi eine weitere Alternative für die Lücke, die Polter durch seinen Weggang hinterlassen hat. „Nach dem Abschied von Polter wollten wir im Sturm unbedingt noch personell nachlegen. Bobby Wood war unser Top-Kandidat“, kommentierte Nico Schäfer, Unions kaufmännisch-organisatorischer Leiter, Unions neunten Zugang für die am 26. Juli mit dem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf beginnende Saison.