Verletzung

Unions Schönheim wird für das Duell gegen Fürth nicht fit

Die Sprunggelenksverletzung von Innenverteidiger Fabian Schönheim erweist sich als hartnäckig, ein Einsatz gegen Greuther Fürth kommt zu früh. Doch Unions Trainer Düwel bastelt bereits an einem Plan B.

Foto: Oliver Mehlis / dpa

Fabian Schönheim oder Toni Leistner – wer soll den Platz in der Innenverteidigung neben Robert Puncec einnehmen, wenn der 1. FC Union am Freitag die SpVgg Greuther Fürth in der Alten Försterei (18.30 Uhr) empfängt? Die Frage konnte Norbert Düwel, der Trainer des Berliner Fußball-Zweitligisten, am Mittwoch problemlos beantworten. Auch wenn ihm die Antwort ohne Zweifel nicht wirklich lgefallen hat.

„Schönheim hat es nicht geschafft“, sagte Düwel. Die Hoffnung, dass der Abwehrspieler zurückkommt, nachdem er zuletzt in Aalen wegen einer Sprunggelenksverletzung hatte pausieren müssen, war groß. Doch der Heilungsverlauf entspricht nicht den Erwartungen. „Die Verletzung ist doch hartnäckiger“, erklärte der Coach: „Schönheim konnte in den vergangenen Tagen nicht schmerzfrei trainieren.“

Damit ist der Weg für Leistner frei. Oder doch nicht? Denn im Training wie auch im Testspiel am vergangenen Montag gegen den Berlin-Ligisten Köpenicker SC hatte Düwel eine Variante ausprobiert, die durchaus auch im Ernstfall zur Anwendung kommen könnte. Denn beim 6:0 gegen den Amateurklub fand sich kein Geringerer als Damir Kreilach in der Innenverteidigung wieder.

Kapitän Kreilach in der Abwehr

Der Kapitän der Köpenicker, eigentlich im defensiven Mittelfeld beheimatet, gab gut eine Stunde lang den Abwehrchef. „Ich wollte sehen, wie er auf dieser Position zurecht kommt, damit wir für den Fall der Fälle gerüstet sind“, sagte Düwel. Sperren oder – wie jetzt bei Schönheim – Verletzungen sind nun mal die Begleiterscheinungen im Laufe einer Saison. Da macht es Sinn, sich frühzeitig um einen Plan B zu kümmern.

Des Weiteren wird die Frage sein, ob Baris Özbek und Björn Jopek den Weg zurück in den 18er-Kader finden werden. Gegen Aalen hatten die beiden Mittelfeldakteure noch zuschauen müssen, nachdem sie in den Wochen zuvor wegen Verletzung (Özbek) und Sperre (Jopek) ohnehin in der Warteschleife hingen. „Nach dem Sieg gegen Sandhausen hatte ich es nicht für sinnvoll erachtet, die Kaderstruktur für das Aalen-Spiel zu verändern“, erklärte Düwel. Gegen Fürth könnte das Duo jedoch wieder ins Team rutschen.

„Beide sind Profis. Und die wissen, dass der Verein, die Mannschaft über Einzelinteressen stehen“, appellierte der Trainer an den Teamgedanken. Gleiches fordert er auch von Kreilach. Wobei er dem Kapitän noch einmal als „einen der professionellsten Spieler, die ich kennengelernt habe“, lobte. Wenn es um den Erfolg der Mannschaft gehe, spiele „die Kapitänsbinde für ihn keine Rolle“, so der Coach weiter.