Spiel gegen St. Pauli

Union-Fans verletzen Polizisten am Millerntor

Am Rande der Zweitliga-Partie zwischen dem FC St. Pauli und dem 1. FC Union (3:0) wurde ein Polizist bei einer Auseinandersetzung mit Gästefans leicht verletzt.

Foto: Stuart Franklin / Bongarts/Getty Images

Am Rande der Zweitliga-Partie zwischen dem FC St. Pauli und dem 1. FC Union (3:0) wurde ein Polizist bei einer Auseinandersetzung mit Gästefans leicht verletzt. Es war vor dem Anpfiff zu Zwischenfällen gekommen, weil einige Union-Fans, die bereits im Stadioninneren waren, wieder aus dem Areal heraus wollten, um anderen Union-Fans beizustehen.

Dem Vernehmen nach handelte es sich draußen um Anhänger, die mit Stadionverboten belegt sind. Die hatten sich eine Auseinandersetzung mit St. Pauli-Sympathisanten geliefert. Weil die Polizei die Unioner nicht mehr aus dem Stadion lassen wollten, kam es zu Rangeleien. Ein Ordner wurde behandelt, weil er Pfefferspray in die Augen bekommen hatte. Der verletzte Polizist konnte das Krankenhaus laut Polizei-Angaben nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.

Von erheblichen Ausschreitungen war das Südwestderby der Zweiten Liga zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Karlsruher SC (2:0) überschattet. 39.000 Zuschauer befanden sich im Fritz-Walter-Stadion, davon rund 5000 aus Karlsruhe. Nach dem Schlusspfiff am Sonnabend kam es im Stadion zu Ausschreitungen von gewaltbereiten Fans. Es gab mehrere Verletzte und Festnahmen. Im Anschluss an die Partie durchbrachen etwa 100 teils vermummte KSC-Anhänger mehrere Absperrungen und gerieten mit gegnerischen Fans aneinander. Bei der Prügelei wurden sechs Ordner und je sechs Anhänger beider Seiten verletzt. „Die Polizei ist fassungslos über die Gewaltbereitschaft beider Fanlager“, sagte Franz-Josef Brandt, der Einsatzleiter der Polizei.

Beamte erleiden Knalltrauma

Bereits vor dem Spiel hatten Besucher auf dem Weg hinauf auf den Betzenberg Feuerwerkskörper und Böller gezündet. Fünf Beamte erlitten dadurch ein Knalltrauma, ein weiterer Polizist wurde leicht verletzt. Auch auf dem Rückweg von Karlsruher Fans zum Bahnhof kam es zu Ausschreitungen. Nach Angriffen auf Polizisten seien drei Personen festgenommen worden, hieß es. Am Hauptbahnhof gab es ebenfalls Randale: Die Polizei berichtete von Flaschenwürfen, Sachbeschädigungen und Raub. Zudem seien Einsatzwagen beschädigt worden.

Der FCK schrieb auf seiner Internetseite: „Der 1. FC Kaiserslautern bedauert diese Vorkommnisse und verurteilt ein solches Verhalten aufs Schärfste.“

Bereits am Vorabend der Partie waren KSC-Sportchef Jens Todt und Mannschaftsarzt Marcus Schweizer auf dem Gelände des Teamhotels in der Innenstadt von etwa 20 FCK-Ultras bedroht.

Auch Anhänger von Fortuna Düsseldorf fielen auf der Fahrt nach Darmstadt negativ auf. Um 8.20 Uhr zündeten Fans im Regionalexpress vor dem Bahnhof Andernach Pyrotechnik und warfen es bei der Einfahrt auf den Bahnsteig. Gegen drei Männer wurden Ermittlungsverfahren wegen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Der Zug nahm die Fahrt mit einiger Verspätung auf.