Trainingsauftakt

Union-Coach Düwel startet gleich mit vollem Programm

Zweitligist Union beginnt mit 27 Spielern die Vorbereitung auf die Saison 2013/14. Und der neue Trainer Düwel ließ sein Team gleich richtig schwitzen. Zwei Profis fehlten bei der ersten Einheit.

Foto: Oliver Mehlis / dpa

Die kleine rote Pfeife hat er schon seit Jahren. Daran befestigt ist ein Schlüsselband von der Europa League. „Wir waren schon mal in der Europa League“, sagte Norbert Düwel und spielt auf seine Zeit als Co-Trainer beim Bundesligisten Hannover 96 an. Den Pfiff aus Düwels Pfeife bekamen nun auch die Spieler des 1. FC Union erstmals zu hören, am Mittwoch beim Trainingsauftakt des Fußball-Zweitligisten für die Saison 2014/15.

Exakt um 10.56 Uhr betraten die Profis und ihr neuer Trainer die Trainingsplätze hinter dem Stadion an der Alten Försterei. Zuvor gab es eine knapp einstündige Ansprache von Union-Präsident Dirk Zingler und Düwel selbst. „Da ging es vor allem um viel Organisatorisches wie Trainings- und Essenszeiten“, sagte der Trainer und fügte hinzu: „Natürlich habe ich auch erklärt, was auf die Spieler zukommt, was sie von mir zu erwarten haben und was ich von ihnen erwarte.“ Viel Tempo, viel Qualität, viel Einsatz und Leidenschaft sollen die künftigen Auftritte der Köpenicker in der kommenden Spielzeit prägen.

Und schnell wurde deutlich, wie ernst es dem 46-Jährigen ist, seine Idee vom schnellen Spiel so schnell wie möglich in die Mannschaft einzupflanzen. Nach dem Aufwärmen ging es sogleich mit Passübungen los, in denen Düwel nach wenigen Augenblicken „mehr Präzision“ verlangte. Beim anschließenden Trainingskick forderte der Coach sogleich auf, „mit höchstem Tempo“ zu spielen. Waldläufe soll es nicht mehr geben. „Ich bin kein Freund des Waldes, Fußball wird auf dem Platz gespielt“, sagte Düwel.

Köhler kommt zu spät aus dem Urlaub

Die 27 Spieler, darunter die Zugänge Christopher Trimmel, Toni Leistner, Bajram Nebihi und Torwart Mohamed Amsif, zogen jedenfalls voll mit. „Der Trainer hat uns gesagt, dass wir von Anfang an als Team auftreten sollen.“ Nicht bei der ersten Einheit dabei war Benjamin Köhler. Der Mittelfeldspieler hatte Probleme beim Rückflug aus seinem Urlaub und saß in Istanbul fest.

Auch Michael Parensen fehlte beim Auftakt. Dem Defensivmann musste eine Flüssigkeitsansammlung am Schienbein operativ entfernt werden. Im Trainingslager (3. bis 10. Juli in Bad Kleinkirchheim/Österreich) soll Parensen aber wieder fit sein.

In Kärnten wird es zwei Testspiele geben: am 5. Juli gegen den österreichischen Erstligisten Wolfsberger AC (mit Ex-Unioner Silvio) sowie am 8. Juli gegen Metalist Charkiw. Den ersten Test absolviert Union bereits am Freitag bei Regionalliga-Meister TSG Neustrelitz (19 Uhr, Parkstadion).