Fairness im Sport

Unions Dausch mit Fair-Play-Plakette ausgezeichnet

Martin Dausch hatte sich am zwölften Spieltag der laufenden Saison im Heimspiel des Köpenicker Klubs gegen Erzgebirge Aue (1:0) vorbildlich verhalten.

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Einen Tag vor dem Punktspielstart in der Zweiten Liga wurde einem Profi des 1. FC Union eine besondere Ehre zuteil. Martin Dausch wurde am Freitagabend in Berlin mit der Fair-Play-Plakette der Deutschen Olympischen Gesellschaft Landesverband Berlin e.V. ausgezeichnet. Die Plakette wurde dem Mittelfeldspieler bei einem Empfang anlässlich der Olympischen Winterspiele in Sotschi überreicht.

Dausch hatte sich am zwölften Spieltag der laufenden Saison im Heimspiel des Köpenicker Klubs gegen Erzgebirge Aue (1:0) vorbildlich verhalten. An jenem 27. Oktober 2013 war der Ball beim Stand von 0:0 kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit nach einem Gewusel im Strafraum der Auer im Toraus gelandet.

Schiedsrichter Markus Schmidt (Stuttgart) hatte auf Eckball für Union entschieden. Dausch machte dem Unparteiischen jedoch sogleich deutlich, dass er und nicht ein Spieler des FC Erzgebirge den Ball zuletzt berührt hatte. Schiedsrichter Schmitt korrigierte daraufhin seine Entscheidung und gab Abstoß für Aue.

Fairness im Sport und im täglichen Leben

„Für mich war das eine Selbstverständlichkeit, und ich würde das jederzeit wieder tun. Wir Spieler müssen unseren Teil dazu beitragen, dass es auf dem Platz fair zugeht. Die Schiedsrichter allein können das gar nicht leisten“, begründete der 27 Jahre alte Profi seine Entscheidung: „Wenn eine solche Geste als Vorbild dienen kann, nehme ich diese Auszeichnung gern entgegen und teile sie mit allen Menschen, für die Fairness im Sport und im täglichen Leben selbstverständlich ist.“

Dausch befindet sich damit in guter Gesellschaft. Vor ihm wurden bereits unter anderen Fußball-Nationalspieler Miroslav Klose, Biathlon-Olympiasiegerin Magdalena Neuner, Radsport-Olympiasieger Robert Bartko sowie Fußball-Profi und Ex-Unioner Dominic Petz ausgezeichnet.

„Mit seinem Verhalten hat Martin Dausch gezeigt, dass sich das Streben nach Erfolgen einerseits und ein faires, respektvolles und ehrliches Miteinander andererseits nicht ausschließen, sondern zusammen funktionieren“, sagte Gerhard Janetzky, Präsident der Deutschen Olympischen Gesellschaft Landesverband Berlin: „Leider ist eine solche vorbildhafte Haltung im Profisport sehr selten. Wir hoffen und wünschen uns, dass die Auszeichnung für Martin Dausch eine Signalwirkung für andere Profi- und Breitensportler haben wird.“