Kreuzbandriss

Union-Talent Björn Jopek fällt ein halbes Jahr aus

Der 19-jährige Profi Jopek ist der Aufsteiger der Saison 2012/13 beim 1. FC Union. Mit Diagnose Kreuzbandriss endet das Spieljahr für ihn in einer Katastrophe. Am Donnerstag soll er operiert werden.

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Schlimmer hätte es nicht kommen können, doch am Dienstag bestätigte sich die Horrordiagnose: Björn Jopek, Riesentalent beim 1. FC Union, hat sich das Kreuzband im linken Knie gerissen. Im letzten Saisonspiel am Pfingstsonntag beim VfL Bochum (2:1) war der 19-Jährige nach einem Zweikampf in der 72. Minute liegen geblieben.

„Eine solche Verletzung im letzten Spiel – schlimmer geht es kaum. Es tut mir sehr leid für Björn, der eine überragende Saison gespielt hat. Ich hoffe, dass die Operation gut verläuft und er bald wieder bei uns ist“, sagte Trainer Uwe Neuhaus. Dem Mittelfeldspieler droht eine Pause von einem halben Jahr. Am Donnerstag wird er operiert.

Es war das traurige Ende einer aus Jopeks Sicht ausgezeichneten Premieren-Spielzeit in der Zweiten Liga. Im Sommer vergangenen Jahres hatte Neuhaus den Youngster in den Profi-Kader geholt. Und nach dem Abgang von Chinedu Ede zum Bundesligisten Mainz 05 und der Wadenbein-Verletzung von Michael Parensen war Jopek plötzlich gefragter denn je auf der linken Seite.

Mit Spielintelligenz zur festen Größe bei den Profis

Er wuchs dank seiner technischen Möglichkeiten und seiner Spielintelligenz prompt zu einer festen Größe bei den Köpenickern – trotz der schulischen Verpflichtungen. Jopek ist gerade dabei, sein Abitur zu bauen.

„Das war schon eine richtige Belastung für ihn. Wenn man Stammspieler in der ersten Mannschaft ist, fällt es dem einen oder anderen schon schwerer, dann auch in der Schule die Leistung zu bringen. Das hat er aber geschafft“, erklärte Neuhaus. Für den Coach ist Jopek ohne Zweifel der Aufsteiger der Saison.

„In der Form habe ich ihn nicht auf dem Zettel gehabt. Dass er Talent hat, dass wussten wir. Dass er es aber auch körperlich so gut schafft, war nicht zu erwarten“, erzählte der Trainer: „Das war schon in der Jugend sein Problem. Weil er immer wieder verletzt war, sich immer wieder Pausen nehmen musste und deshalb keinen richtigen Wettkampfrhythmus hatte. Trotzdem war er immer einer der besseren Spieler.“

25 Einsätze, drei Tore, eine Vorlage

Die Zweifel wischte Jopek von Woche zu Woche mehr weg. Auf 25 Einsätze brachte es Unions Nummer 25, erzielte drei Tore, gab eine Vorlage. Es hat schon schlechtere erste Saisons in einer Profimannschaft gegeben, auch wenn der Kräfteverschleiß bei ihm in den letzten Spielen deutlich zu erkennen war.

Für Union bedeutet dies, sich für die neue Saison nach einem weiteren Mittelfeldspieler umzuschauen, um die Lücke personell zu schließen. Bislang stehen mit Mittelfeldmann Martin Dausch (Aalen) und Verteidiger Mario Eggimann (Hannover) zwei Zugänge fest.