Das Geschäftsmodell praktizieren die Köpenicker schon länger. „Erst einmal schauen, ob der uns wirklich helfen kann“, ließe sich die Maxime umschreiben.

Der 1. FC Union findet einen Fußballspieler interessant, holt ihn nach Berlin, um aber nicht das ganze Risiko zu tragen, erfolgt die Verpflichtung zunächst auf Leihbasis mit vereinbartem vollständigen Transfer bei positivem Arbeitseindruck des Profis.

Dessen Ansporn hält das natürlich hoch, neben dem verminderten Risiko ein weiterer Punkt, der von Vereinsseite betrachtet für ein solches Modell spricht. Der Berliner Zweitligist ist damit immer gut gefahren.

Jüngste Beispiele sind Fabian Schönheim und Roberto Puncec.

Schönheim (26) hatte beim Bundesligisten Mainz schon auf sich aufmerksam gemacht, sich aber nicht durchsetzen können.

Der Kroate Puncec ist mit 21 Jahren noch sehr jung und spielte zuletzt in der schwachen israelischen Liga (Tel Aviv), was eine genaue Bewertung seiner Leistungsfähigkeit schwierig machte.

Seit ihrem Wechsel im vergangenen Sommer aber entwickelten sich die beiden zu festen Größen in der Abwehr der Berliner. „Beide haben ihre Qualität unter Beweis gestellt“, sagt Trainer Uwe Neuhaus. Deshalb möchte er mit ihnen bis Sommer 2015 weiterarbeiten.

Mehr Klarheit über den Kader für die nächste Saison

Kolportiert wird, dass die nun gezogenen Kaufoptionen den Klub jeweils sechsstellige Summen kosten. Viel Geld für Union, aber eine offenbar lohnende Investition – obwohl der Trainer noch nicht rundum zufrieden ist.

Ihre Vorzüge hätten beide „aus unterschiedlichen Gründen und vor allem nicht konstant genug abgerufen“, so Neuhaus. Vor allem bei Schönheim erkennt der Coach jedoch bereits das Potenzial eines Führungsspielers, Puncec bringe „beste Voraussetzungen mit, sich fest in der Mannschaft zu etablieren“.

Nach dem 1:0-Arbeitserfolg gegen Schlusslicht Jahn Regensburg am Freitag herrscht nun etwas mehr Klarheit über den Kader der Unioner für die nächste Saison.

Für den gibt es ja bereits den ersten Zugang, der aktuell Siebte hat sich vom Achten Aalen mit Mittelfeldspieler Martin Dausch verstärkt. Der kommt nicht auf Leihbasis, dafür aber ablösefrei. Auch ein Modell, mit dem die Berliner, die am Sonntag bei 1860 München antreten, zuletzt gut im Geschäft waren.

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