Zweite Liga

Union muss sich im Relegationsrennen hinten anstellen

Hertha und Braunschweig sind kaum noch einzuholen. Beste Chancen auf Rang drei haben Kaiserslautern und Köln. Union-Trainer Neuhaus: „Können noch nicht jeden Gegner um die Big Points schlagen.“

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Die Saison in der Zweiten Liga geht am Freitag ins letzte Saisondrittel. Und angesichts der Dominanz des Spitzenduos Hertha BSC und Eintracht Braunschweig, das angesichts von 14 und elf Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz wohl nicht mehr einzuholen ist, stellt sich vor dem 26. Spieltag nur eine Frage: Wer gewinnt das Rennen um den Relegationsplatz?

Seitdem der Fußball in diesem Jahr wieder rollt, hat sich keine Mannschaft aus dem Verfolgerfeld der Zweiten Liga auch nur ansatzweise entscheidend absetzen können.

Morgenpost-Online nennt die Kandidaten, die sich noch mehr oder weniger Hoffnungen auf den dritten Platz und damit auch auf den Sprung in die Bundesliga machen können, und benennt deren Chancen im Endspurt des Unterhauses.

1. FC Kaiserslautern (3. Platz, 41 Punkte)

Die Pfälzer haben im Winter mit sechs neuen Spielern kräftig nachgebessert. Der Erfolg mit neun Punkten aus den sechs Spielen des Jahres (zwei Siege, drei Remis) ist bestenfalls zufriedenstellend. Das 1:1 im Spitzenspiel in Braunschweig, bei dem in der Schlussphase sogar ein Erfolg verschenkt wurde, nimmt man in Lautern jedoch als Mutmacher. „Wenn die Mannschaft sich weiterhin so präsentiert, mache ich mir um Rang drei keine Gedanken“, so Coach Franco Foda. Fazit: Der FCK muss sich steigern, um nicht abgefangen zu werden.

1. FC Köln (4. Platz, 40 Punkte)

Der Bundesliga-Absteiger ist nach katastrophaler Hinrunde rechtzeitig in Schwung gekommen, nicht zuletzt dank Winterverpflichtung Stefan Maierhofer. Die Kölner sind mit vier Siegen und zwei Remis das beste Zweitliga-Team des Jahres. Die Euphorie in der Domstadt ist riesengroß. Und Trainer Holger Stanislawski ist ohnehin „lieber der Jäger als das Wildschwein“. Das Duell in Kaiserslautern am 5. April dürfte eine Vorentscheidung bringen. Fazit: Köln hat beste Karten, um Dritter zu werden.

Energie Cottbus (5. Platz, 38 Punkte)

Nach dem Sieg in Unterzahl gegen den 1. FC Union (2:1) schöpfen die Lausitzer neue Hoffnung. Das Team ist dadurch noch enger zusammengerückt. „Nach zwei Siegen dreht hier keiner durch“, ließ Sportdirektor Christian Beeck außerdem wissen. Und defensiv (nur drei Gegentore 2013) hat Cottbus rechtzeitig zu alter Stärke gefunden. Fazit: Geheimfavorit für Platz drei.

FSV Frankfurt (6. Platz, 37 Punkte)

Die Hessen sind von allen Relegationskandidaten die Zweitbesten 2013 (zehn Punkte). Doch „an vorderster Stelle steht das Erreichen der 40-Punkte-Marke“, so FSV-Geschäftsführer Uwe Stöver. Fazit: Der FSV ist zu unbeständig, um oben angreifen zu können.

1860 München (7. Platz, 37 Punkte)

Das Chaos in der Chefetage (Hin und Her um Verpflichtung von Coach Eriksson, Rücktritt von Klubchef Schneider) ist nicht spurlos am Team vorbeigegangen. Vor allem in der heimischen Arena (nur einer von neun Punkten) präsentiert sich 1860 nicht wie ein Aufstiegskandidat. Fazit: Den Löwen hilft nur eine Siegesserie.

1. FC Union (8. Platz, 35 Punkte)

Fehlender Killerinstinkt gegen direkte Mitkonkurrenten, vor allem auswärts, wurde den Köpenickern dieses Jahr bislang zum Verhängnis. „Wir sind sicherlich noch nicht so weit, dass wir jeden Konkurrenten um die Big Points schlagen können“, sagte Trainer Uwe Neuhaus vor der Partie am Freitag gegen St. Pauli (18 Uhr, Alte Försterei). Fazit: Nur Heimstärke, Unions großes Plus, ist für Platz drei zu wenig.