Personalsorgen

Nächster Rückschlag für Union - Derby-Aus für Jopek

Den Mittelfeldspieler plagen neben einer Grippe nun auch noch Knieprobleme. Doch es gibt auch eine gute Nachricht beim Zweitligisten.

Foto: Hannibal Hanschke / dpa

Gut drei Wochen lang durfte sich der 1. FC Union über eine nahezu perfekte Vorbereitung freuen. Was folgte, war eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Ausgerechnet jetzt, in den Tagen vor dem Derby am Montagabend bei Hertha BSC (20.15 Uhr, Sport1), plagen den Berliner Fußball-Zweitligisten Personalsorgen.

„Das sind schon herbe Rückschläge“, sagte Trainer Uwe Neuhaus. Denn neben dem Ausfall von Mittelfeldspieler Michael Parensen, der wegen einer aufkommenden Lungenentzündung Antibiotika nehmen muss, droht nun auch noch Björn Jopek das Aus für das Duell um die Stadtmeisterschaft. Kniebeschwerden sind es, die den 19-Jährigen zusätzlich zu seiner Grippe belasten.

Schon zum Jahresauftakt gegen Sandhausen (3:1) wurde der Mittelfeldmann nur mit Mühe fitgemacht. Danach bekam er einen Rückfall, konnte zu Wochenbeginn nur Lauftraining absolvieren. Sollte Jopek tatsächlich nur zuschauen können, wäre Union einer wichtigen spielerischen Komponente mehr beraubt.

Unions Herz geht verloren

Das weiß natürlich auch der Coach. „Ohne Torsten Mattuschka zu nahe treten zu wollen: Mit den beiden geht uns ein bisschen das Herz verloren.“ Parensen und Jopek wären die Trümpfe dafür gewesen, um über die Außenbahnen zum Erfolg zu kommen. Nun muss der Trainer umplanen.

Doch in welche Richtung? Rechts könnte Baris Özbek, Unions einziger Winterzugang, trotz Trainingsrückstands sein Startelfdebüt geben. Links bleibt es jedoch problematisch. Denn mit Christopher Quiring ist ein weiterer Flügelflitzer längst noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Nur mühsam von einer Grippe genesen, stieg er erst am Freitag wieder ins Mannschaftstraining ein.

„Ich denke, er hat es überstanden“, sagte Neuhaus, „doch ob er bis zum Derby hundertprozentig fit wird, möchte ich bezweifeln.“ Gleiches gilt übrigens für Innenverteidiger Christian Stuff und Defensivmann Daniel Göhlert.

Kopplin und Pfertzel bescheren Luxusproblem

Immerhin ein Luxusproblem gibt es dann doch noch für Union: Wer soll rechts in der Viererabwehrkette spielen, Björn Kopplin oder Marc Pfertzel? Kopplin hatte Pfertzel, der gegen Sandhausen eine Gelb-Sperre abgesessen hatte, gut vertreten. Dies und die Tatsache, dass er „in der Winterpause immer besser geworden ist“, so der Coach, spricht für den Berliner, eine gute Hinrunde für den Franzosen Pfertzel. Für Neuhaus ein Problem, „mit dem ich mich gern beschäftige“.