Es heißt, Planung ist das halbe Leben. Das wird man sich beim 1. FC Union auch gedacht haben und präsentierte am Dienstag den ersten neuen Spieler für die kommende Saison. Martin Dausch vom VfR Aalen wird ab Sommer für die Köpenicker auflaufen.

Der 26-jährige offensive Mittelfeldspieler unterschrieb einen Vertrag bis 2015, gültig für die Zweite Liga und die Bundesliga. Im Vertrag enthalten sind eine leistungsbezogene beidseitige Option bis 2016 für die ersten beiden Ligen sowie eine weitere leistungsbezogene Option bis 2017 für die Bundesliga.

„Manchmal erlebt man Dinge, die einen nicht mehr loslassen. So ging es mir bei meinem Gastspiel mit Aalen an der Alten Försterei“, sagte Dausch zu seiner Entscheidung: „Ich habe den Kontakt zu Union gesucht und mich sehr gefreut, dass das Interesse auf Gegenseitigkeit beruht.“

Trainer Uwe Neuhaus freut sich auf einen „sehr laufstarken und torgefährlichen Spieler, der im offensiven Mittelfeld auf verschiedenen Positionen einsetzbar ist. Er spielt mit Aalen eine gute erste Zweitligasaison und ist sicher noch nicht am Ende seiner persönlichen Entwicklung.“ Dausch, der mit dem Aufsteiger derzeit überraschend auf Platz sechs liegt, erzielte in dieser Spielzeit sechs Tore.

Kapitän Mattuschka angeschlagen

Beim Derby am Montag gegen Hertha BSC helfen können wird er jedoch nicht. Dabei kann Union momentan jeden gesunden Spieler gebrauchen. Gleich auf fünf Stammkräfte musste der Coach beim Nachmittagstraining am Dienstag verzichten. Erkältungen und Grippe haben die Köpenicker fest im Griff.

So absolvierten Kapitän Torsten Mattuschka und Michael Parensen ebenso nur eine Laufeinheit am Vormittag wie Christian Stuff und Christopher Quiring. Björn Jopek konnte nicht einmal diese mitmachen. „Er soll am Mittwoch oder am Donnerstag anfangen, er hat nach dem Spiel am Freitag einen Rückfall erlitten“, sagte Neuhaus.

Stuff und Quiring werden nach ihren Grippe-Ausfällen weiter zunächst ein paar regenerative Einheiten machen. Glück im Unglück: Da Union zehn Tage Pause zwischen dem Spiel gegen Sandhausen und dem Derby hat, kann die Zeit auch für regenerative Maßnahmen genutzt werden.

Am Donnerstag gibt es den Cut

„Wir wollen alle Spieler gesund kriegen“, erklärte der Coach. Und legte den Fahrplan für die letzten Tage vor dem Spiel im Olympiastadion fest. Heute gibt es noch zwei Einheiten, „am Donnerstag machen wir einen Cut und werden uns ab Freitag intensiv auf Hertha vorbereiten“. Mit der Hoffnung, „am Freitag 24 Spieler an Bord zu haben und damit die Qual der Wahl, dass ich dann aussieben muss“, sagte Neuhaus.