Nach den Fan-Tumulten beim Berliner Hallen-Cup vom vergangenen Sonntag hat sich der Fußball-Drittligist 1. FC Union Berlin von den Äußerungen und Handlungen seiner Anhänger distanziert. „Kein Vorkommnis und keine Provokation rechtfertigen Schmähgesänge gegen andere Menschen. Auch das Betreten einer Spielfläche ist eine absolut unzulässige Grenzüberschreitung“, erklärte Geschäftsführer Oskar Kosche in einer Pressemitteilung. Der Verein behalte sich zudem Schritte gegen die betreffenden Personen vor.

Beim traditionellen Hallenturnier der Regional- und Oberligisten hatten die Anhänger des Drittligisten bei der Partie gegen Hertha BSC II Luftballons auf das Feld der Sporthalle Charlottenburg geworfen und damit für eine kleine Spielunterbrechung gesorgt. Im Match gegen Tennis Borussia waren mehrere Dutzend Union-Anhänger auf das Feld gestürmt, um auf die gegenüberliegende Seite mit den Fans von Tennis Borussia zu gelangen, konnten aber von der Polizei gestoppt werden.

Von Seiten von TeBe war den Union-Fans sogar vorgeworfen, sie hätten antisemitische Gesänge angestimmt. Ein Vereinssprecher hatte zunächst gesagt, dies sei ein Missverständnis. Die Fans hätten Polizisten beschimpft, nicht aber Juden.

dpa/sh