Antisemitismus-Vorwurf

Polizei entlastet Union-Fans

Die Berliner Polizei hat die Fans vom 1. FC Union vom Vorwurf des Antisemitismus freigesprochen. Von Seiten TeBe Berlins hatte es geheißen, die Union-Fans hätten beim Berliner Hallen-Cup antisemitische Parolen benutzt. Tatsächlich schimpften die Anhänger der Köpenicker aber auf die Polizisten.

Beim Berliner Hallen-Cup vom vergangenen Sonntag in der Charlottenburger Sömmeringhalle hat es nach Erkenntnissen der Berliner Polizei keine antisemitischen Zuschauerrufe gegeben. Nach den Darstellungen der eingesetzten Polizeibeamten waren aber Äußerungen zu vernehmen, die Beleidigungen gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten enthielten.

So hatte es auch ein Vereinssprecher von Union Berlin dargestellt. Den Union-Fans war von Seiten des Vereins Tennis Borussia Berlin vorgeworfen worden, sie hätten unter anderem antisemitische Parolen benutzt. Es habe Gesänge gegen die Polizisten gegeben, hieß es von Union, nicht aber gegen Juden oder Ausländer. Allerdings hatte der Geschäftsführer von Union Oskar Kosche sich schließlich in einer Pressemitteilung von Unruhestiftern jeder Art distanziert: „Kein Vorkommnis und keine Provokation rechtfertigen Schmähgesänge gegen andere Menschen. Auch das Betreten einer Spielfläche ist eine absolut unzulässige Grenzüberschreitung,“ hieß es darin.

( sh )