London 2012

Die deutschen Kanuten paddeln weiter auf goldener Welle

Auf die Kanuten war am zweiten Finaltag Verlass: Mit zwei Siegen erhöhte das deutsche Olympia-Team die Anzahl seiner Goldmedaillen auf neun.

Foto: Getty Images / Getty Images/Getty

Die deutschen Kanuten paddeln bei Olympia weiter auf der goldenen Welle: Mit Gold für Franziska Weber und Tina Dietze im Zweier-Kajak sowie Peter Kretschmer und Kurt Kuschela im Zweier-Canadier erhöhte das deutsche Team am Donnerstag die Anzahl seiner Olympiasiege in London auf neun.

Der Kajak-Vierer der Männer fuhr als Vierter knapp an einer Medaille vorbei. Nach zwei Finaltagen sammelten die Kanuten auf dem Dorney Lake in Eton bereits sechsmal olympisches Edelmetall.

Vor den letzten 81 Entscheidungen der Spiele verbesserte sich das deutsche Team mit neunmal Gold, 15 Mal Silber und zehnmal Bronze auf Platz sechs der Länderwertung. Die erste Plakette für die deutschen Schwimmer in London verpasste am 13. Wettkampftag Angela Maurer, die im Freiwasser-Rennen über zehn Kilometer in der Schlussphase den Anschluss verlor und Fünfte wurde.

Mit ihrem Finalsieg traten Weber/Dietze in die Fußstapfen von Rekord-Olympionikin Birgit Fischer und Carolin Leonhardt, die 2004 in Athen mit Silber letztmals eine Medaille im Kajak-Zweier eingefahren hatten. Den letzten deutschen Olympiasieg hatte es 2000 in Sydney durch Fischer und Katrin Wagner-Augustin gegeben, die in Eton als Siegerin des B-Finales Neunte im Einer wurde.

Zehnkämpfer Freimuth schiebt sich in Medaillennähe

Mit einer starken Vorstellung im Diskusring schob sich Rico Freimuth im olympischen Zehnkampf in Medaillennähe. Der 24-Jährige war in der siebten Disziplin mit 49,11 Metern der Beste im Feld der 27 Starter und verbesserte sich auf Rang fünf.

Europameister Pascal Behrenbruch belegte vor den letzten drei Disziplinen Platz 13. Vor dem Olympiasieg stand der US-Amerikaner Ashton Eaton, der die Konkurrenz klar anführte.

Ariane Friedrich verpasst das Finale

In den Vorkämpfen im Olympiastadion gab es für die deutschen Leichtathleten Enttäuschungen. Trotz der Saisonbestleistung von 1,93 Meter verfehlte Hochsprung-Rekordlerin Ariane Friedrich das Finale und vergoss anschließend bittere Tränen. Auch für die 4 x 400 Meter-Staffel war bereits im Vorlauf Endstation. Das DLV-Quartett wurde in seinem Rennen in 3:03,50 Minuten nur Sechster und schied aus.

Christin Steuer qualifizierte sich als Siebte für das olympische Finale der Turmspringerinnen am Abend. Maria Kurjo schied als 17. des Halbfinales aus. Gymnastin Jana Berezko-Marggrander zeigte bei ihrem Olympia-Debüt solide Übungen mit Ball und Reifen und belegte vorerst Rang 16.