++++ Nicolas Kiefer hat beim olympischen Tennis-Turnier souverän die zweite Runde erreicht . Der an Nummer 15 gesetzte Hannoveraner besiegte den Weißrussen Max Mirnji 6:3, 6:1 und trifft nun auf Komlavi Loglo aus Togo oder Kevin Anderson aus Südafrika. Kiefers Begegnung war am Sonntag beim Stand von 6:3 wegen starken Regens zunächst unterbrochen worden. Große Mühe hatte dagegen Rafael Nadal. Der 22-jährige Spanier setzte sich mit 6:2, 3:6, 6:2 gegen den Italiener Potito Starace durch. ++++
++++ Die deutschen Florett-Fechterinnen Carolin Golubytskyi und Katja Wächter sind ins Achtelfinale eingezogen. Die EM-Dritte Golubytskyi setzte sich gegen Hanna Thompsen (USA) klar mit 13:5 durch. Ihre Tauberbischofsheimer Vereinskollegin Wächter siegte ebenfalls überraschend deutlich gegen die Rumänin und zweimalige Vize-Weltmeisterin Cristina Stahl 15:6. Ausgeschieden ist dagegen die dritte Tauberbischofsheimerin Anja Schache . Der amtierenden Vize-Weltmeisterin Eugenia Lamonowa unterlag die WM-Zweite von 2005 deutlich 2:15. ++++
++++ Olympia-Gäste und Journalisten haben wenige Tage nach Beginn der Spiele über Kälte in einigen Pekinger Olympia-Stätten geklagt. Nach einem Temperatur-Rutsch in Peking sorgten die Klimaanlagen im Medienzentrum und vereinzelten Wettkampfstätten für zusätzliche Abkühlung. Bei einer Pressekonferenz des Olympia-Komitees BOCOG beschwerte sich am Montag eine japanische Journalistin über die tiefen Temperaturen im Saal. Beim Fechtturnier waren Besucher sogar aufgefordert worden, sich warm anzuziehen, da im Stadion nur 16 Grad herrschten. ++++
++++ Die deutschen Hockey-Männer haben trotz einiger Mühe das wichtige Auftaktspiel mit 4:1 (1:1) gegen Gastgeber China gewonnen . Der Berliner Florian Keller (44., 54.) war mit zwei Toren nach der Pause der entscheidende Spieler im Team des Weltmeisters. Christopher Zeller (20.) hatte zuvor die frühe Führung der Chinesen durch Yubo Na (7.) ausgeglichen. Für den Endstand sorgte Carlos Nevado (68.). Belgien ist nächster Gegner in der Vorrundengruppe A. Erst nach der Pause bekam die Mannschaft von Trainer Markus Weise die flinken Gastgeber in den Griff. In der ersten Halbzeit fand das Team dagegen nur selten ein Mittel gegen das aggressive Pressing des Asien-Vizemeisters. Trotz des gelungenen Starts wird sich der Weltmeister in den folgenden Partien steigern müssen, um in der Gruppe mit Belgien, Spanien, Südkorea und Neuseeland das Halbfinale zu erreichen. ++++
++++ In einem Panda-Zentrum in Südwestchina ist der erste Olympia-Nachwuchs auf die Welt gekommen. Die beiden Panda-Babys in der Aufzuchtsstation der Stadt Chengdu wurden nach zwei der insgesamt fünf olympischen Maskottchen auf die Namen Beibei und Huanhuan getauft, wie die Zeitung „Shanghai Daily“ berichtete. In dem Fünfer-Ensemble heißt der Panda eigentlich Jingjing. Der Fisch Beibei, die tibetische Antilope Yingying, die olympische Flamme Huanhuan und die Schwalbe Nini machen das Quintett komplett. Zusammen gelesen bilden die Namen auf Chinesisch den Satz „Bei Jing Huan Ying Ni“ – „Peking heißt dich willkommen“.++++
++++ Die deutschen Vielseitigkeitsreiter liegen bei den olympischen Reiterspielen in Hongkong nach einer Glanzleistung im Gelände auf Goldkurs . Hinrich Romeike (Nübbel) setzte sich mit dem 14 Jahre alten Hannoveraner Marius nach zwei von drei Disziplinen mit 50,20 Minuspunkten an die Spitze der Einzelwertung. Auf Platz zwei ritt Ingrid Klimke (Münster/50,70 Minuspunkte) mit Abraxxas. Als drittbester Deutscher kam Andreas Dibowski (Egestorf/57,20) mit Leon nach dem Wettkampf auf dem Gelände eines Hongkonger Golfclubs auf den siebten Rang, Team-Weltmeister Frank Ostholt (Warendorf/57,20) mit Mr. Medicott belegte Rang zwölf. Peter Thomsen (Lindewitt/98,90) fiel mit The Ghost of Hamish etwas ab und kam auf Platz 44. Auch in der Manschaftswertung setzte sich die deutsche Equipe vor dem entscheidenden Springen am Dienstag mit 158,10 Minuspunkten auf den ersten Platz und kann auf den Gewinn des ersten Team-Golds seit Seoul 1988 hoffen . Australien liegt mit 162,00 Punkten dicht dahinter. Auf Platz drei rangiert Großbritannien mit 173,70 Punkten. ++++
++++ Die Pekingente hat sich zum Renner im olympischen Dorf entwickelt. Jeden Tag werden in der Mensa 300 Enten zubereitet. Und abends um acht Uhr ist Ente restlos ausverkauft . Die Mensen und Kantinen auf dem Olympia-Gelände sind ein Großbetrieb mit 900 Köchen, die vom US-Konzern Aramark betrieben wird. Eigens für die Spiele in Peking hat sich die Firma Köche vom führenden Pekinger Entenbrater Quanjude ausgeliehen, damit der Geschmack auch wirklich stimmt. Weniger populär ist die Pekingente im olympischen Medienzentrum: „Wir verkaufen am Tag etwa 20 Enten“, sagte ein Koch. ++++
++++ Abhinav Bindra hat das erste olympische Schützen-Gold für Indien gewonnen. Der 25 Jahre alte Weltmeister und Olympiasiebte von Athen siegte im Finale mit dem Luftgewehr mit 700,5 Punkten vor dem Chinesen Zhu Quinan mit 699,7 und dem Finnen Henri Häkkinen mit 699,4 Zählern. Für Indien war es das insgesamt neunte Gold der Olympia-Geschichte. Die beiden deutschen Teilnehmer waren in der Qualifikation auf der Strecke geblieben. Tino Mohaupt aus Benshausen kam mit 593 Ringen auf den 15. Platz, Michael Winter aus Kirchseeon landete mit 588 Ringen auf dem 36. Rang. Nach der Pleite der Luftgewehrmänner findet auch das fünfte Olympia-Finale der Sportschützen ohne deutsche Beteiligung statt. Timo Mohaupt (Benshausen) verpasste den angestrebten Endkampf um zwei Ringe und landete mit 593 Ringen auf Platz 15. Michael Winter (Kirchseeon) belegte mit 588 Ringen Position 35. Als Spitzenreiter geht der Finne Henri Häkkinen mit 598 Ringen in das Finale. ++++
++++ Marc Zwiebler aus Bonn-Beuel ist als erster deutscher Badmintonspieler in ein olympisches Achtelfinale eingezogen. Der Weltranglisten-24. bezwang in der zweiten Runde den Briten Andrew Smith nach anfänglichen Problemen mit 16:21, 21:13 und 21:17. Zwiebler trifft nun auf den Südkoreaner Lee Hyunli oder den an Nummer fünf gesetzten Dänen Kenneth Jonassen.++++
++++ Olympia-Zuschauer kommen am besten mit leichtem Gepäck . Zumindest sollten sie in ihren Taschen auf keinen Fall radioaktive Stoffe, Waffen – explizit unter anderem Dolch und Armbrust – oder auch Tiere mit in die Pekinger Wettkampfstätten bringen. Dies verkünden große gelbe Schilder an den Zuschauereingängen der Arenen wie etwa dem „Vogelnest“. Die Liste der „Bedingungen für den Zutritt“ ist lang: Feuerwerk, Regenschirme mit langen Griffen oder Musikinstrumente sind ebenso tabu wie Flaggen, die größer als zwei mal einen Meter sind. Auch Fans, die nicht angemessen gekleidet sind , müssen draußenbleiben. Was dies allerdings genau bedeutet, wird nicht ausgeführt. ++++
sid/dpa/maf










































