Nach Wimbledon

Fans feiern Sabine Lisicki bei ihrer Rückkehr in Berlin

Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki ist zurück in Berlin. Am Flughafen Tegel wurde sie von Freunden und Fans herzlich begrüßt. Doch zuvor bedankte sie sich bei ihren englischen Anhängern.

Das Berliner Tennis-Ass Sabine Lisicki ist am Sonntagnachmittag aus London nach Berlin zurückgekehrt. Die British-Airways-Maschine mit der Wimbledon-Finalistin an Bord landete gegen 16 Uhr pünktlich in Tegel.

Auf dem Flughafen hatten sich rund 100 Fans und Autogrammjäger versammelt. Sie feierten die 23-Jährige mit „Sabine, Sabine“-Rufen. Außerdem wurde die 23-Jährige von zahlreichen Journalisten und Kamerateams erwartet.

Auch die Führung ihres Heimatvereins LTTC Rot-Weiß Berlin ließ es sich nicht nehmen, die erfolgreiche Tennisspielerin in ihrer Heimat zu begrüßen. Zum Empfangskomitee gehörten unter anderen LTTC-Präsident Werner Ellerkmann und Sportdirektor Markus Zoecke.

Als die Wimbledon-Zweite den Ankunftsbereich verließ, wurde sie mit Applaus und Blumen begrüßt. Vom LTTC Rot-Weiß gab es einen Strauß als Geschenk.

„Es ist unglaublich schön, wieder in Deutschland zu sein. Ich hatte zwei echt tolle Wochen, darauf kann ich auch ein bisschen stolz sein“, sagte Lisicki, die ihr erstes Finale bei einem Grand-Slam-Turnier gegen Marion Bartoli mit 1:6, 4:6 verloren hatte.

Die Sportlerin will nun mehrere Tage in Berlin bleiben und das Finale verdauen. „Man ist natürlich enttäuscht, aber das gehört dazu. Bartoli hat gut gespielt“, sagte die in England bereits „Doris Becker“ genannte Lisicki und meinte auf die Frage, ob sich im deutschen Tennis etwas bewegt habe, nur kurz: „Ich glaube, man sieht es.“

Kurz vor 14 Uhr, noch in London, aber schon auf dem Weg nach Berlin, hatte Sabine Lisicki dies getwittert:

Vorher hatte sich Wimbledon-Finalistin mit einem Abschiedsgruß im Internet noch einmal bei den englischen Tennisfans bedankt. „Ich liebe euch. Ich werde euch vermissen. Toll, wie viel Zuneigung ihr gezeigt habt. Nächstes Jahr werde ich wiederkommen und kann es nicht erwarten, meine Fans wiederzusehen“, twitterte die 23-Jährige am Sonntag kurz vor ihrem Abflug von London nach Berlin.

Ausgerechnet in Wimbledon, im Endspiel ihres Lieblingsturniers, ausgerechnet im bislang größten Match ihrer Karriere, hatten Sabine Lisicki die Stärke beim Aufschlag, die Präzision in den Schlägen, vor allem aber die gedankliche Frische und Coolness gefehlt

„Der Weg ins Finale hat mehr Kraft gekostet, auch mental, als ich mir eingestehen wollte“, sagte Lisicki zwei Stunden nach ihrem bemerkenswerten Auftritt bei der Siegerehrung in ihrer fast ebenso bemerkenswerten letzten Presserunde im All England Lawn Tennis Club.

Auf dem Centre Court hatte Lisicki mit tränenerstickter Stimme ihrer Gegnerin gratuliert, ihren Eltern gedankt, das Publikum gewürdigt und sich schließlich von Bartoli an die Hand nehmen lassen.

Auf dem Podium des größten Interviewraums fand sie auch ihr Lachen wieder, mit dem sie die Menschen auf der Insel so verzückt hatte. „Es war trotzdem ein großartiges Turnier. Es waren zwei wunderbare Wochen. Ich habe mein bestes Tennis gespielt“, sagte sie.

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