Tennis

Berlinerin Lisicki zieht ins Achtelfinale von Wimbledon ein

Sabine Lisicki scheint nicht zu stoppen. Die Berlinerin schlug souverän Samantha Stosur und steht nun in Wimbledon im Achtelfinale. Nächster Gegner könnte allerdings Serena Williams sein.

Foto: GLYN KIRK / AFP

Sabine Lisicki ist beim Tennisturnier in Wimbledon ins Achtelfinale eingezogen. Die Weltranglisten-24. aus Berlin setzte sich gegen die frühere US-Open-Siegerin Samantha Stosur (Australien/Nr. 14) 4:6, 6:2, 6:1 durch und könnte nun auf Titelverteidigerin Serena Williams (USA/Nr. 1) treffen. Die Top-Favoritin spielte am Abend gegen die 42-jährige Japanerin Kimiko Date-Krumm.

„Ich bin so glücklich, das ist auf der ganzen Welt mein absoluter Lieblingsplatz“, sagte Lisicki nach dem Matchball auf dem Centre Court und strahlte: „Sam hat fantastisch gespielt, es war sehr hart für mich. Aber ich habe um jeden Punkt gekämpft.“

Lisicki gewann zum zweiten Mal im sechsten Duell gegen Stosur, die es im All England Club noch nie ins Achtelfinale geschafft hat. Lisicki hat dagegen am Montag die Chance, bei ihrer vierten Wimbledon-Teilnahme in Folge die Runde der besten Acht zu erreichen. 2011 war sie beim wichtigsten Tennisturnier der Saison sogar ins Halbfinale eingezogen.

Lisicki macht erst zu viele einfache Fehler

Zu Beginn ihrer Drittrundenpartie gegen Stosur hatte die Rasenspezialistin allerdings Schwierigkeiten mit dem Rückhand-Slice ihrer Gegnerin. Zu viele einfache Fehler unterliefen der 23-Jährigen. Im zweiten und dritten Satz dominierte Lisicki die Begegnung jedoch mit ihrem Aufschlag und den starken Grundschlägen, mit denen sie nur noch drei unerzwungene Fehler produzierte.

Auf dem Heiligen Rasen von Wimbledon blüht Sabine Lisicki in der Regel auf. Im All England Club stand die blonde Berlinerin 2011 im Halbfinale und schaffte es als „Boom Boombine“ oder „Doris Becker“ auf die Titelseiten der englischen Gazetten. Auch in diesem Jahr schickt sich Lisicki wieder an, für Schlagzeilen zu sorgen. In Runde zwei gewann sie im Schnelldurchgang 6:3, 6:1 gegen Jelena Wesnina (Russland).

„Ich liebe es einfach, hier zu spielen“, sagte Lisicki nach ihrem souveränen Erfolg: „Ich weiß, was mich hier erwartet, bewege mich gut und schlage vor allem gut auf.“ Die nötige Mischung habe sie gefunden, erklärte die 23-Jährige: „Ich habe nun eine gewisse Lockerheit. Oftmals war ich zu fokussiert auf Tennis und habe nichts anderes mehr gesehen.“

Ausflug zum Pferderennen

Um sich selbst aus dem Turniertrott zu befreien, fuhr Lisicki im Vorfeld von Wimbledon aufs Land, zum Pferderennen Royal Ascot. Mit dem traditionellen Kopfschmuck der feinen englischen Damen, dem sogenannten Fascinator, ausgestattet, genoss sie einen Tag abseits der Courts im Londoner Südwesten. „Ich hatte eine Einladung und habe mir gesagt: Okay, da gehst du jetzt hin, auch wenn es dich einen ganzen Tag kostet.“

Bis zum Duell mit der Weltranglistenersten Williams wollte Lisicki noch nicht schauen: „Natürlich würde ich gerne solch ein Match bestreiten. Doch eines nach dem anderen.“ Schon das Spiel gegen Stosur sei „kein einfaches, doch das Tableau war ja generell sehr schwer“, sagte Lisicki: „Aber wenn man da durchgeht, bekommt man Selbstvertrauen, und das möchte ich mit in die dritte Runde nehmen.“