Farid Alfa-Ruprecht hat nur wenig Zeit. Die Schnelligkeit, die den neusten Zugang von Hertha BSC auszeichnet, wird also in doppelter Hinsicht vonnöten sein. Am Donnerstag präsentierte der Berliner Fußball-Zweitligist den 20-Jährigen als frische Verstärkung für die bereits angebrochene Spielzeit – schon am Samstag könnte der Angreifer sein Debüt für den Hauptstadtklub geben.

Montag

Immer Hertha-Newsletter

Bestellen Sie hier den wöchentlichen Newsletter zu Hertha BSC

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Dann ist Hertha in der ersten Runde des DFB-Pokals beim 1. FC Saarbrücken gefordert (15.30 Uhr, RTL/Sky und im Liveticker auf morgenpost.de). „Er wird im Kader für das Pokalspiel stehen“, erklärte Herthas Cheftrainer Stefan Leitl hinsichtlich Alfa-Ruprechts Premiere im Aufgebot. „Wir sind sehr glücklich, dass er sich entschieden hat, diesen Weg mit uns mitzugehen“, so der 48‑Jährige.

Für ein Jahr lieh der Verein aus Westend den deutschen Juniorennationalspieler von Bundesligist Bayer Leverkusen aus. Der gebürtige Hamburger sei „ein super spannender, hochtalentierter junger Spieler“, befand Leitl, der bereits am Donnerstag einen ersten Trainingseindruck vom Neuankömmling gewinnen konnte. Vor allem ist Alfa-Ruprecht ein dringend benötigter Ersatz. Der Bedarf eines neuen Außenangreifers war durch den Abgang von Marten Winkler zum RSC Anderlecht entstanden.

Hertha BSC: Farid Alfa-Ruprecht anderer Spielertyp als Marten Winkler

„Der Abgang schmerzt natürlich sehr“, wie Leitl eingestand, wenngleich Winklers Wechselwunsch seit Monaten bekannt war. Eine „wahnsinnig hohe Qualität“ bescheinigte der Coach dem 23-Jährigen, der beim jüngsten 4:1 im Ligaspiel gegen den 1. FC Heidenheim an drei Toren beteiligt war.

Leitl betonte zugleich, dass es sich bei Alfa-Ruprecht um einen anderen Spielertyp als Winkler handele. Der Leihprofi sei „eher der klassische Außenstürmer“. Winkler zog es immer wieder auf der Innenbahn zum Tor. „Mit Farid bekommen wir einen Spieler, der jede Menge Tempo und Dynamik mitbringt und sich auf beiden Flügeln wohlfühlt“, stellte Sportdirektor Benjamin Weber heraus. Die Kaderbaustellen auf der linken Abwehrseite und im Sturmzentrum bleiben.

„Ich freue mich auf die Saison mit Hertha, kenne die Liga ziemlich gut und werde alles geben, damit wir zusammen viele schöne Momente erleben“, gab Alfa-Ruprecht an. In der abgelaufenen Saison war der Offensivmann an den VfL Bochum verliehen. In 26 Liga-Einsätzen gelangen ihm drei Tore und zwei Vorlagen. Mit 36,42 Kilometern pro Stunde war er in der abgelaufenen Saison der schnellste Spieler im Unterhaus.  

251480_234_cover.jpg
Immer Hertha – Kater nach dem Rausch
Immer Hertha
 

Ausgebildet wurde der Neu-Berliner mit der Rückennummer 20 unter anderem beim Hamburger SV, wo er unter Herthas Frauen-Trainer Tobias Kurbjuweit lernte. Zwischen 2022 und 2025 spielte Alfa-Ruprecht in der Jugend von Manchester City.

Ins Duell mit dem Drittligisten aus dem Saarland dürfte der DFB-Spieler wohl von der Bank aus starten. Oluwaseun Adewumi könnte den Startelfplatz auf der rechten Außenbahn bekommen. Im Spielverlauf kann es für Alfa-Ruprecht mit dem ersten Einsatz dann aber ganz schnell gehen.