Am Dienstag war da ganz viel Licht. Über dem Trainingsgelände von Hertha BSC genauso wie am Himmel von ganz Berlin. Der Sonnenschein war zurück, und mit ihm auch die gute Laune. Mehrere Kinder waren am Trainingsgelände und entlockten den Spielern des Berliner Fußball-Zweitligisten beim Betreten des Hanns-Braun-Platzes auf dem Olympiagelände grinsende Grüße.

Montag
Immer Hertha-Newsletter
Bestellen Sie hier den wöchentlichen Newsletter zu Hertha BSC
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Doch wer, wenn nicht die Profis des blau-weißen Hauptstadtklubs, wüsste besser, dass überall dort, wo Licht ist, auch Schatten sein muss? Zunächst aber zu den guten Nachrichten. Die Personalsituation der Berliner verspricht vor dem Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf am kommenden Sonntag einige Rückkehrer.
Hertha BSC: Reese wohl sicher zurück in die Startelf – und Zeefuik?
„Nächste Woche wird Marten Winkler zurückkehren, Fabi Reese wird zurückkehren, Deyo Zeefuik wird zurückkehren. Das gibt uns neue Optionen“, hatte Trainer Stefan Leitl unmittelbar nach dem 1:1 gegen den VfL Bochum vom vergangenen Wochenende aufgelistet.
Kapitän Reese wird nach seiner überstandenen Gelbsperre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in die Startelf zurückkehren. Bei Zeefuik bleibt abzuwarten, wie er die aktuelle Trainingswoche übersteht. Der Niederländer hat seine in Elversberg (3:0) erlittene Bänderverletzung im Knie auskuriert und ist schon seit einigen Tagen zurück auf dem Rasen.
Winkler hatte eine Chance verpasst
Seine Mentalität und sein Kampfeswille könnten ohne Zweifel frischen Wind in die Mannschaft bringen. Das hätte beim Duell gegen Bochum auch für Flügelstürmer Winkler gelten sollen, der eigentlich als Ersatz für Reese eingeplant war.

Wegen einer Magen-Darm-Erkrankung wurde daraus bekanntermaßen nichts. Am Dienstag kehrte er nun auf den Trainingsplatz zurück. Seine Chance auf einen Startelfplatz dürfte allerdings wegen Reeses abgelaufener Gelbsperre wieder passé sein. Dass das nicht zwingend verhindert, nachhaltig Eindruck zu hinterlassen, zeigt Maurice Krattenmacher. Auch der kämpft sich gerade von einer längerfristigen Verletzung zurück.
Krattenmacher mit besten Erinnerungen an Düsseldorf
Im ersten Rückrundenspiel gegen Schalke 04 (0:0) war er wegen Oberschenkelproblemen ausgewechselt worden. Am vergangenen Wochenende hatte er nun per Einwechslung in der 77. Minute sein Comeback gefeiert und dabei gleich überzeugt. „Ein Spieler wie Maurice Krattenmacher wird fitter werden und in seinen Rhythmus finden“, hatte Leitl danach angekündigt.
- Testspiel-Doppelpack: Gleich mehrere Profis verpassen neuen Schwung
- Überraschende Entwicklung: Wie sich die Leihprofis von Hertha BSC in der Fremde schlagen
- Immer Hertha News: Aktuelles rund um Hertha BSC im Blog
- Meinung: Wer bei Hertha BSC der große Gewinner des erfolgreichen Saisonstarts ist
- Kolumne Immer Hertha: Wie mit Hertha BSC inzwischen Politik gemacht wird
- Podcast: Döner-Lohn dank Thorsteinsson
Dazu kommt, dass die Leihgabe des FC Bayern München beste Erinnerungen an den kommenden Gegner Fortuna Düsseldorf hat. Das Hinspiel hatte er mit einem spektakulären Gewaltschuss in der Nachspielzeit zum 1:0 für Hertha entschieden – als Joker. Gute Gründe also für alle Berliner, durch die Rückkehrer auf weiteres Licht im Hertha-Kosmos zu hoffen.
Dass das aber nicht selbstverständlich ist, zeigt der Blick auf einen anderen Spieler, der gerade erst sein Comeback gefeiert hat. John Anthony Brooks wurde bei seiner späten Einwechslung am Wochenende frenetisch dafür gefeiert, zum ersten Mal seit seiner Rückkehr nach Berlin vor anderthalb Jahren wieder in einem Pflichtspiel aufzulaufen. Dadurch, dass er aber nur Minuten später zumindest indirekt am Gegentor beteiligt war, liegt allerdings ein beachtlicher Schatten über seinem Comeback – aus dem es in den nächsten Tagen nicht besonders einfach werden dürfte, hinauszutreten.





