Man ist immer nur so alt, wie man sich fühlt. Das muss sich auch Diego Demme am Donnerstag gedacht haben. „Er meinte, er wird 25. Ich weiß nicht, ob das stimmt“, sagte Cristian Fiél über seinen Mittelfeldregisseur bei Hertha BSC und lachte.

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Das Geburtstagskind ist nun 33 Jahre alt – doch die Tatsache, dass Demme nach wochenlanger Zwangspause wegen Schwindel und Unwohlsein in dieser Woche wieder mittrainieren konnte, dürfte wie eine Verjüngungskur gewirkt haben. „Er will nur eins, und das ist Fußballspielen“, so Fiél.

Gechter nach Schlüsselbeinfraktur wieder eine Option

Die bevorstehende Rückkehr des Sechsers ist eine von gleich mehreren guten Personalnachrichten beim Berliner Fußball-Zweitligisten. Die Länderspielpause hat dazu beigetragen, dass die Verletztenliste vor dem Heimspiel am Sonnabend gegen den SSV Ulm (13 Uhr, Sky) deutlich kürzer ist.

Neben Demme konnte auch Linus Gechter wieder mitmischen. Der Innenverteidiger hatte sich Mitte September im Heimspiel gegen Düsseldorf (0:2) das Schlüsselbein gebrochen. „Linus ist wieder komplett mit dabei, macht alles, er ist auf jeden Fall eine Option für den Kader“, erklärte Herthas Cheftrainer.

Herthas Ausfälle im Überblick

John Brooks (Sprunggelenk)
Jeremy Dudziak (Muskelverletzung)
Marten Winkler (Muskelverletzung)
Bilal Hussein (Sprunggelenk)
Kevin Sessa (Muskelverletzung)
Fabian Reese (Schmerzen im Fuß)
Linus Gechter (Schlag abbekommen)
Luca Schuler (musk. Probleme)

Pascal Klemens trainiert bei A-Nationalmannschaft

Dem ausgedünnten Abwehrzentrum wird die Rückkehr des 19-Jährigen helfen. In der Startelf werden aber wohl erst mal Pascal Klemens und Marton Dardai auflaufen, die beide gesund von ihrer Länderspielreise zurückgekehrt sind.

„Passi ist jetzt A-Nationalspieler, das dürfen wir nicht vergessen“, sagte Fiél mit einem Grinsen. Klemens war eigentlich mit der deutschen U20 unterwegs, durfte vergangene Woche dann aber mit dem Kader von Bundestrainer Julian Nagelsmann trainieren, weil der sein Team nach ein paar Ausfällen im Training aufstocken wollte.

Dem Selbstvertrauen des 19 Jahre alten Eigengewächses aus Westend dürfte dieses Intermezzo sicher gut getan haben. Hinzu kamen 180 Minuten mit der deutschen U20, inklusive 90 Minuten als Kapitän.

Ausnahmespieler Reese kehrt ins Training zurück

Während Klemens Nationalmannschaftsluft schnupperte, feierte auf dem Schenckendorffplatz einer seine lang ersehnte Rückkehr ins Training, den sie schmerzlich vermisst haben: Fabian Reese.

„Ich freue mich sehr, dass er wieder dabei ist“, sagte Trainer Fiél, der noch in keinem Pflichtspiel auf den Ausnahmespieler der Vorsaison setzen konnte. Reese hatte sich in der Vorbereitung Mitte Juli eine schwere Sprunggelenkverletzung zugezogen.

„Man sieht ihm die Freude an, wieder auf dem Platz stehen zu können. Die Einheiten, die er mitgemacht hat, waren wirklich gut nach so einer langen Zeit. Wir haben ihn da rausgelassen, wo es noch zur Sache geht. Aber du siehst ihm an, dass er Fußballer durch und durch ist und er jetzt wieder das machen kann, was er am liebsten macht“, erklärte Fiél.

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Bei Reese ist noch Geduld gefragt

Ob der Flügelspieler schon am Sonnabend gegen Aufsteiger Ulm im Kader stehen, beziehungsweise spielen kann, ließ Fiél offen. „Wir müssen kühlen Kopf bewahren. Ich bin jeden Tag im Austausch mit ihm und dann werden wir gucken, was am Samstag passiert“, so der 44-Jährige.

Vier Monate war Reese raus, konnte in dieser Woche drei Einheiten mit der Mannschaft bestreiten. Überstürzen will deshalb niemand etwas. Reese wird noch wichtig für den Tabellenelften. Aber nur, wenn er auch wieder da anknüpfen kann, wo er im Mai aufgehört hat.

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