Die nächste Weichenstellung bei Hertha BSC: Der Berliner Fußball-Zweitligist hat die Verträge von Sportdirektor Benjamin Weber und Direktor Akademie und Lizenzspielerbereich Andreas „Zecke“ Neuendorf bis 2027 verlängert. Beide Arbeitspapiere wären im kommenden Sommer ausgelaufen.  

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„Benny und Zecke haben in einer Phase die sportliche Leitung übernommen, welche enorm herausfordernd war. Dabei haben sowohl Benny als auch Zecke unter schwierigen Rahmenbedingungen extrem gute Arbeit geleistet“, erklärte Geschäftsführer Thomas E. Herrich.

Ibrahim Maza als Beispiel von Webers und Neuendorfs Arbeit

Weber und Neuendorf hatten im Januar 2023 übernommen, nachdem Manager Fredi Bobic drei Tage vor Ende der Transferphase gehen musste. Weber blieben damals nur noch 72 Stunden, um den Kader noch zu verstärken. Am Ende der Saison stand trotzdem der Abstieg in die Zweite Liga.

Seitdem ist es dem 44-Jährigen aber gelungen, ein leistungsstarkes Aufgebot aus Erfahrung und jungen Kräften zusammenzustellen. Darunter auch etliche Youngster aus der hauseigenen Akademie, die von „Zecke“ Neuendorf geleitet wird.

„Es ist nicht selbstverständlich, dass ein großer Verein wie unserer seit Jahren so durchlässig zwischen Akademie und Profibereich agiert“, so Neuendorf. „Darauf sind wir sehr stolz. Gleichzeitig nehmen wir das aber auch als Ansporn, künftig noch mehr bei uns ausgebildete Jungs, wie zum Beispiel einen Ibo Maza, im Olympiastadion auflaufen zu sehen.“

Verlängerungen sind auch Wunsch des Präsidiums

Der Zeitpunkt der Verlängerungen ist strategisch klug gewählt. In drei Wochen wird auf der Mitgliederversammlung des Hauptstadtklubs ein neues Präsidium gewählt – darunter auch ein neuer Präsident, der stärkste Mann im Verein.

Nachdem der Vertrag von Geschäftsführer Herrich bereits im März dieses Jahres verlängert worden war, besitzt nun die gesamte Führungsetage langfristige Kontrakte. In der Pressemitteilung, die Hertha am Donnerstagabend veröffentlichte, wurde extra darauf hingewiesen, dass die Vertragsverlängerungen „auch dem gemeinsamen Wunsch von Geschäftsführung und Präsidium“ entsprechen würden. Ein deutliches Signal an die Mitglieder, wie die Zukunft des Klubs gestaltet werden soll.

Drescher betont eingeschlagenen Berliner Weg

„Wir haben Strukturen geschaffen, die eine gute und stabile Basis für unsere weitere Entwicklung darstellen. Uns ist wichtig, die eingeschlagene und von den Mitgliedern mitgetragene Ausrichtung auch personell weiterzugehen“, erklärte Fabian Drescher, kommissarischer Präsident der Blau-Weißen.

Der 41-Jährige steht in drei Wochen zur Wahl, hat gute Chancen, danach als Präsident nicht mehr nur interimsmäßig an der Spitze des Hauptstadtklubs zu stehen.

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