Als sich die Spieler von Hertha BSC ihren Fans bei der Saisoneröffnung zeigten, strahlte auch die Sonne wieder. Der kurze, aber heftige Schauer zur Mittagszeit hatte die Stimmung nicht getrübt.

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Die war vielleicht sogar einen Tick zu gut, hatte der kommissarische Hertha-Präsident Fabian Drescher (41) mit einem Satz überrascht: „Vielleicht machen wir in zehn Monaten ja eine Aufstiegsfeier.“

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Klar, die Fans jubelten, aber Aufstieg? Letzte Saison landete die Hertha mit 13 Siegen und 12 Niederlagen auf einem mittelmäßigen 9. Platz. Und die Vorzeichen für die Spielzeit 2024/25 stehen leider nicht gut: Publikums-Liebling und Leistungsträger Fabian Reese (26), der logischerweise den meisten Applaus der Fans erhielt, hatte bei der Vorstellung der Mannschaft einen Gips am Fuß. Eine Sprunggelenksverletzung, zugezogen beim Test gegen Energie Cottbus (2:2), zwingt ihn zu einer längeren Pause. Und auch Mittelfeld-Neuzugang Kevin Sessa (24/vom 1. FC Heidenheim) ist wegen einer Knie-Operation erst mal nicht verfügbar.

Hertha BSC: Mit Reese fehlt erst mal ein wichtiger Spieler

„Komm schnell wieder zurück, wir brauchen dich“, flehte Geschäftsführer Thomas Herrich (60) auf der Bühne vor den Anhängern in Richtung Reese: „Solche Leute bringen uns weiter.“ In der Tat: Reese war nicht nur wegen seiner unglaublichen Energie, die er der Mannschaft, einer der besten Zweitliga-Spieler der vergangenen Saison: 13 Tore und 17 Vorlagen in 35 Pflichtspielen sind starke Zahlen.

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Vor allem Drescher – der bestätigte, bei der Wahl für das Präsidentenamt im November kandidieren zu wollen – ließ sich die Laune nicht verderben. „Wir haben Bock, ihr habt Bock“, so hatte er zuvor die Anhänger der Hertha begrüßt. Dabei aber noch mal an den im Januar mit nur 43 Jahren völlig überraschend gestorbenen Präsidenten Kay Bernstein erinnert: „Ohne ihn wäre diese Aufbruchstimmung, wäre diese Euphorie nicht entstanden.“

Hertha BSC: Erstes Heimspiel am kommenden Samstag

Der ehemalige Ultra Bernstein hatte den Berliner Weg bei der Hertha ausgerufen und eingeleitet. Mit ihm möchte sich der Verein sportlich und auch finanziell neu aufstellen und etablieren.

Ob das jetzt von Cristian Fiél (44) trainierte Team wirklich das Potenzial für den Aufstieg hat, können die Fans bereits am kommenden Samstag (3. August) ein erstes Mal herausfinden. Dann gastiert der SC Paderborn um 13 Uhr im Berliner Olympiastadion. (bmo/mit dpa)