Hertha BSC hat im ersten Spiel nach dem plötzlichen Tod von Präsident Kay Bernstein einen Punkt geholt. Zum Rückrundenauftakt trennte sich der Berliner Fußball-Bundesligist am Sonntag vor 42.902 Zuschauern im Berliner Olympiastadion mit 2:2 (2:1) von Fortuna Düsseldorf.
Trainer Pal Dardai musste seine Startelf im Vergleich zum Hinrunden-Finale (0:0 gegen Osnabrück) zwangsläufig umbauen. Neben Fabian Reese, der schon gegen Osnabrück passen musste, fehlten Florian Niederlechner rotgesperrt und Jonjoe Kenny mit muskulären Problemen. Dafür durften Smail Prevljak und Deyovaisio Zeefuik ran. Marten Winkler spielte für Gustav Christensen (nicht im Kader) auf dem rechten Flügel und Andreas Bouchalakis ersetzte Marton Dardai, der auf der Bank saß.
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Tabakovic trifft nach wochenlanger Flaute
Weil Derry Scherhant den Ball am Düsseldorfer Strafraum beinahe vertändelte, eilte Haris Tabakovic zur Hilfe, versuchte es allein über die rechte Seite – und erzielte mit einem satten Schuss von 105 kmh das 1:0 (30.). Genau, wie Trainer Dardai es im Trainingslager vor knapp einer Woche vorausgesagt hatte: „Haris schießt das erste Tor.“
Der bosnische Nationalspieler, der das schwarze Aufwärmshirt zu Ehren von Kay Bernstein hochhielt und Richtung Himmel zeigte, hätte sogar beinahe noch nachgelegt. Sein Versuch prallte aber an den Pfosten (42.). Stattdessen jubelten die Gäste aus Düsseldorf. Hertha bekam einen Fortuna-Angriff nicht richtig geklärt. Was Isak Bergmann Johannesson die Möglichkeit gab, von der Strafraumkante abzuziehen. 1:1 (43.)!
Marc Kempf verursacht gleich zwei Elfmeter
Den Berlinern nahm das aber nicht den Mut. Diesmal behauptete sich Scherhant und netzte aus etwa 17 Metern zum 2:1 ein (45.+1). Die erneute Führung, mit der es dann auch in die Kabine ging.
Es dauerte keine fünf Minuten in Durchgang zwei, da lag der Ball wieder im Kasten. Marc Kempf hatte Jona Niemic auf dem Weg zum Tor unsanft gestoppt, Schiedsrichter Robert Kampka zeigte sofort auf den Punkt und Kempf die Gelbe Karte. Düsseldorfs Christos Tzolis trat an und verwandelte sicher – 2:2 (49.).
Winterzugang Barkok feiert sein Debüt
Fünf Minuten später ein kurioses Déjà-vu. Wieder Kempf gegen Niemic, wieder Foul im Strafraum, wieder Elfmeter. Der einzige Unterschied: Diesmal zielte Tzolis daneben. Der Ball flog am linken Pfosten vorbei (56.).
Im einem Spiel, in dem es schwer fiel, sich auf den Fußball zu konzentrieren, gab es wenigstens sportlich Positives. Aymen Barkok, erst in dieser Woche vom FSV Mainz 05 ausgeliehen, feierte sein Debüt (kam als Zehner für Prevljak/59.). Und Palko Dardai kehrte nach fast vier Monaten Verletzungspause zurück (kam für den angeschlagenen Winkler/81.).


