• Das Bundesliga-Transferfenster ist noch bis zum 1. September geöffnet
  • Bei Hertha BSC könnte es noch zu einigen Zugängen und Abgängen kommen
  • Das sagt Trainer Pal Dardai zum Status von Suat Serdar, Marco Richter, Marc Kempf und Dodi Lukebakio

Berlin. 20 Transferbewegungen hat Hertha BSC mittlerweile zu verzeichnen. Zehn auf der Zugang-, zehn auf der Abgangseite. Dabei wird es aber wohl nicht bleiben. Drei Wochen ist das Transferfenster noch geöffnet. Drei Wochen, in denen auch beim Berliner Fußball-Zweitligisten noch einiges passieren kann. Vor allem weil der Hauptstadtklub vier Spieler im Kader hat, die weiterhin wechseln könnten. Das sagt Trainer Pal Dardai über seine Verkaufskandidaten:

Transfers bei Hertha BSC: Serdar würde Trainer Dardai schmerzlich fehlen

Suat Serdar: Der Mittelfeldspieler stand am Sonnabend bei 5:0 im Pokal in Jena zum ersten Mal im Kader – und auch gleich in der Startelf. Nach einer größeren Wunde am Bein konnte Serdar in diesem Sommer erst spät ins Training einsteigen. Nebenbei war allerdings auch immer wieder über einen Abgang des 26-Jährigen spekuliert worden. Etliche Interessenten hatten sich gemeldet, allen voran wohl die türkische Liga.

„Wir haben fast jede Position doppelt besetzt. Aber so einen Spieler wie Serdar haben wir nicht noch einmal“, machte Herthas Trainer Dardai keinen Hehl daraus, dass er gern auf den Rechtsfuß setzen würde. „Ich bin sehr zufrieden, dass er hier ist. Der Rest liegt bei ihm.“

Kein Bekenntnis von Kapitän Richter zu Hertha BSC

Marco Richter und Marc Kempf: Richter hat als Kapitän der Berliner viel Verantwortung übertragen bekommen. Ein kluger Kniff von Dardai, der dem Offensivspieler dadurch einen Verbleib schmackhaft machen könnte. Allerdings verzichtete der 25-Jährige in den vergangenen Wochen darauf, sich zum blau-weißen Hauptstadtklub zu bekennen. Richter liebäugelt weiter mit der Erstklassigkeit.

Ähnlich sieht es bei Kempf aus, dem Dardai schon viel Lob für seine Entwicklung zukommen ließ. „Er ist im Moment ein anderer Spieler als letztes Jahr“, so der Ungar. Vor allem körperlich habe Kempf einen Sprung gemacht.

„Es ist wichtig, dass sie motiviert sind“, erklärte der Coach. „Aber am Schluss entscheiden die beiden. Da kann ich mich nicht einmischen. Ich kann sie trainieren, kann ihnen ehrliche Worte und Aufgaben geben.“ Anders als bei Serdar tauchte bislang noch kein ernstzunehmender Abnehmer auf.

Burnley soll Angebot für Lukebakio vorgelegt haben

Dodi Lukebakio: Herthas Toptorjäger der Vorsaison ist seit dem Trainingsauftakt abgetaucht, hielt sich nach Absprache individuell fit und sucht nach einem neuen Arbeitgeber. Dafür wechselte Lukebakio sogar den Berater. Interessenten gab es seitdem offenbar einige, ernst wurde es aber noch nicht.

„Dadurch, dass er nicht mehr am Training teilgenommen hat, ist das überhaupt nicht schmerzhaft“, sagte Dardai, der die Qualität des Belgiers nicht vermisst. „Er wollte weg, wir haben das akzeptiert. Er soll eine große Karriere machen, wir drücken die Daumen.“

Zuletzt hatte der FC Burnley aus der englischen Premier League den Flügelspieler im Blick. Laut „Bild“ bietet der Klub mit Trainer Vincent Kompany elf Millionen Euro plus Bonuszahlungen, ein offizielles Angebot soll schon vorliegen. „Wir sind alle gespannt, ob das klappt oder nicht“, erklärte Herthas Dardai. „Wenn nicht, kommt er zurück. Und dann kriegt er richtig Lack von Dardai.“