Hertha BSC

So reagieren die Fans auf die Trennung von Pal Dardai

Das Aus von Trainer Dardai ruft heftige Reaktionen hervor. Nicht wenige Fans hätten sich einen anderen Personalwechsel gewünscht.

Pal Dardai (43) wird Herthas Profis nur noch in den fünf Spielen bis Saisonende coachen.

Pal Dardai (43) wird Herthas Profis nur noch in den fünf Spielen bis Saisonende coachen.

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin. Weiter so oder Neuanfang - diese Frage sorgt im Hertha-Kosmos seit Wochen für ausgiebige Trainer-Diskussionen. Kritiker sahen in Pal Dardai schon länger nicht mehr den richtigen Coach für den nächsten Entwicklungsschritt des Berliner Fußball-Bundesligisten. Seine Befürworter schätzten indes das Gesamtpaket des Ungarn, vor allem seine bedingungslose Identifikation mit dem Verein.

Mit plausiblen Argumenten können beide Lager aufwarten. Tatsächlich ging der fußballerische Fortschritt gemächlich voran - so beständig wie Höhepunkte gegen Dortmund, Mönchengladbach oder den FC Bayern blieben die vielen mauen Auftritte gegen vermeintlich schlagbare Gegner. Auch schaffte es Dardai in seinen vier vollen Spielzeiten als Trainer nicht, dem Team seine chronische Rückrundenschwäche auszutreiben.

Pal Dardai stand für eine bemerkenswerte Krisenfestigkeit

Auf der anderen Seite stand Dardai für eine bemerkenswerte Krisenfestigkeit, schaffte mit seiner Elf immer wieder die Wende, wenn die Lage prekär zu werden drohte. Hinzu kommt das, was er selbst als „blau-weißes Blut“ bezeichnet. Dardai, seit 1997 im Klub und Rekordspieler des Vereins, identifiziert sich derart stark mit Hertha wie in der Bundesliga wohl sonst nur Christian Streich mit dem SC Freiburg. Zudem war er der größte Förderer des eigenen Nachwuchses, gab Hertha ein Berliner Gesicht.

Dass die Trennung vom 43 Jahre alten Fußball-Lehrer nun heftige Reaktionen provoziert, kommt daher wenig überraschend. Im Morgenpost-Blog Immerhertha.de überwiegt dabei das Unverständnis für die Entscheidung von Manager Michael Preetz.

Die Zahl der Dardai-Fürsprecher überwiegt im Netz

„Das ist ein unnötiger Fehler. Im Sommer wäre eh ein neuer Co-Trainer gekommen. Pal passt zur Hertha wie Streich nach Freiburg“, schreibt der Nutzer „Fnord“.

User „Max Julien“ sieht es ähnlich: „Höchst bedauerlich. Dann eben bald wieder zweitklassig, passt ja aber auch besser zum Level des Managers.“

Auch Nutzer „Olli“ sieht das Problem eher beim Manager als beim Trainer: „Ich halte diese Entscheidung für falsch und getrieben von einem überhöhten Anspruchsdenken sowie einer unermesslichen Selbstüberschätzung der Herren Preetz & Co.“

Beim Kurznachrichtendienst Twitter wurde das Aus für Dardai ebenfalls kommentiert.