"Leidenschaft gezeigt"

Pokal-Ärger bei Hertha BSC bleibt in Grenzen

Der Frust über das Achtelfinal-Aus hält sich bei den Berlinern in Grenzen, auch wenn die 120 Pokal-Minuten schmerzhaft endeten.

Cheftrainer Pal Dardai

Cheftrainer Pal Dardai

Foto: Andreas Gora/dpa

Die 120 Pokal-Minuten endeten schmerzhaft für Hertha BSC, doch der Frust über das Achtelfinal-Aus hält sich in Grenzen. "Das Gegentor in der Verlängerung war schlecht verteidigt. Aber die Mannschaft hat gut gekämpft. Wir haben gegen gute Bayern verloren", fasste Pal Dardai das 2:3 (2:2, 1:1) n.V. gegen den deutschen Rekord-Pokalsieger zusammen. "Bayern München zu schlagen mit 30 Prozent Ballbesitz, ist fast unmöglich", ergänzte der Trainer des Berliner Fußball-Bundesligisten.

"Es war bitter. Wir haben viel Herz und Leidenschaft gezeigt", erklärte Verteidiger Valentino Lazaro. Nach einer Nacht, in der das trotz der klaren Bayern-Überlegenheit lange spannende Spiel noch nachwirkte, konzentrierten sich die Berliner am Donnerstag bereits auf die nächste schwere Liga-Aufgabe am Samstag beim Tabellen-Zweiten Borussia Mönchengladbach.

Viel vorwerfen wollte Dardai seinen Profis nach dem Pokal-Aus nicht. «Um gegen die Bayern zu gewinnen, brauchst du einen perfekten Tag», meinte Stürmer Davie Selke, der mit seinem Treffer zum 2:2 nach einem fatalen Fehler von Bayern-Verteidiger Mats Hummels die Münchner in die Verlängerung getrieben hatte. Den hatte Hertha aber nicht. "Ich war froh über mein Tor. Schade, dass es am Ende nicht gereicht hat. Es war ein sehr anstrengendes Spiel", sagte Selke.

Die Zahlen sind eindeutig. Der Ballbesitz der Berliner lag sogar bei nur 26 Prozent. Die Torschuss-Statistik von 4:23 und die Ecken-Zahl von 2:14 dokumentieren die Unterlegenheit. Der Substanzverlust war im Laufe der Partie deutlich. "Wenn du in 120 Minuten 100 den Ball hinterherrennst, werden die Beine schwer", bemerkte Lazaro, fügte aber an: "Es braucht keiner mit hängendem Kopf rauszugehen."

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