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Hertha-Chefs trauen Kovac Bayern-Rolle zu

Trainer Pal Dardai prophezeite dem Frankfurter Coach bereits schon vor einem Jahr den neuen Job.

Trainer Dardai und Michael Preetz kennen Niko Kovac gut

Trainer Dardai und Michael Preetz kennen Niko Kovac gut

Foto: pa

Berlin. Natürlich wird vor allem wieder über Niko Kovac gesprochen, wenn Hertha zum viertletzten Bundesligaspiel der Saison bei Eintracht Frankfurt aufläuft. Denn Kovac, der Pokalfinalist-Macher von Frankfurt und zukünftiger Bayern-Chefcoach, ist ein Berliner Junge. Bei Rapide Wedding hat der gebürtige Hauptstädter mit kroatischen Eltern das Fußball-ABC gelernt, bei Hertha BSC ist er Zweitliga-Profi geworden und hat dort auch in der Bundesliga gespielt. „Wenn wir ihn jetzt sehen, können wir ihm zweimal gratulieren“, sagte Hertha-Manager Michael Preetz: Zum Einzug ins Pokalfinale und zum Job beim deutschen Rekordmeister.

„Er hat eine internationale Karriere hinter sich als Spieler und vor allem als Trainer. Seit er in die Bundesliga zur Eintracht gekommen ist, hat er sehr erfolgreich gearbeitet“, ergänzte der Berliner Manager. Kovac hatte 1996 gerade Hertha Richtung Bayer Leverkusen verlassen, als Stürmer Preetz bei der Alten Dame anheuerte. „Es ist ein Riesenschritt und eine Riesenmöglichkeit in seiner jungen Trainerkarriere“, ergänzte Preetz zur Zukunft von Kovac.

Trainer Dardai glaubt an Niko Kovac

Hertha-Trainer Pal Dardai hatte seinem Torhüter Thomas Kraft schon vor einem Jahr vorausgesagt, dass sein einstiger Teamkollege Kovac bei den Bayern den wichtigsten Job übernehmen könne. „Er ist ein gerader Mensch, sagt klar seine Meinung. Ich traue ihm zu, dass er auch in München erfolgreich arbeitet“, betonte Dardai. In Kovac' zweiten Hertha-Zeit von 2003 bis 2006 waren die beiden defensiven Mittelfeldspieler auch Kontrahenten im eigenen Klub, mal hatte der eine die Nase vorn, dann wieder der andere.

Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) sind Dardai und Kovac sportliche Rivalen auf der Trainerbank. Beide haben ihre Teams geprägt. „Die Frankfurter sind eine sehr disziplinierte Mannschaft. Fehler nutzen sie aus. Es ist sehr schwierig, gegen sie Tore zu machen. Sie sind sehr aggressiv, ab und zu auch über der Grenze“, urteilte der Hertha-Coach über den Gegner. Deshalb schickt er seine Mannschaft, die im Saisonendspurt als Tabellen-Neunter jenseits von Gut und Böse ist, mit der Vorgabe ins Spiel: „Wir müssen mutig sein. Wir brauchen noch ein paar Punkte, dass es gut aussieht.“

Kovac will nach dem Pokalfinale zu seinem Frankfurt-Abschied die Eintracht, derzeit Tabellen-Siebter mit 46 Zählern punktgleich mit dem Sechsten Hoffenheim auf Rang sechs, auch noch ins internationale Geschäft bringen. Das sieht Kontrahent Dardai durchaus als Chance: „Wir haben da nichts zu verlieren, wollen ein gutes Spiel machen.“ Und Manager Preetz schloss an: „Der ganz große Druck ist von den Jungs gewichen. Ich wünsche mir, dass wir frei aufspielen.“

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