HERTHA BSC

Hertha-Vize Manske lässt seine Ämter ruhen

Ex-Profi Maik Franz hat Manske vor dem Landgericht Berlin verklagt. Der Streitwert beläuft sich auf mehr als 600.000 Euro

Thorsten Manske im Mai 2017 bei der Mitgliederversammlung von Hertha BSC

Thorsten Manske im Mai 2017 bei der Mitgliederversammlung von Hertha BSC

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Hertha BSC teilte am Sonntag mit, dass Vizepräsident Thorsten Manske (53) bis auf Weiteres seine Ämter beim Fußball-Bundesligisten ruhen lässt. Manske hatte Bernd Schiphorst, den Vorsitzenden des Hertha-Aufsichtsrates, darum gebeten, „um eine klare Trennung zwischen Person und Amt herstellen.“

Manske, Steueranwalt aus Berlin, wird von Ex-Profi Maik Franz vor dem Landgericht Berlin verklagt. Vom dem Verfahren berichtet der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe. Der Streitwert beläuft sich auf mehr als 600.000 Euro, die der Spieler durch riskante Anlagen verloren haben will.

Schiphorst bedauert den Schritt

Franz beschuldigt Manske, ihn in den 2000er-Jahren schlecht beraten zu haben. Manske dagegen sagt, er habe die Einkommenserklärung für Franz gemacht, ihn aber nicht beraten. Nach einem ­ersten Termin vor dem Landgericht in der vergangenen Woche gibt es einen nächsten im Mai.

Herthas Aufsichtsratschef Schiphorst sagte: „Wir bedauern diesen Schritt sehr, ist die Zusammenarbeit doch von großem Vertrauen und einem hohen Maß an Kompetenz geprägt. Wir hoffen, dass Manske nach Beendigung des Gerichtsverfahrens unserem Verein wieder mit vollem Einsatz zur Verfügung steht.“