Bundesliga

Hertha lockt Bayern-Talent Sinan Kurt

Trainer Pal Dardai wünscht sich mehr Geschwindigkeit auf den Außenbahnen. Änis Ben-Hatira ist bei Hannover 96 im Gespräch.

Sinan Kurt ist ein schneller Mann für das offensive Mittelfeld, hier rechts im Trikot des FC Bayern in einem Testspiel im September gegen Jahn Regensburg

Sinan Kurt ist ein schneller Mann für das offensive Mittelfeld, hier rechts im Trikot des FC Bayern in einem Testspiel im September gegen Jahn Regensburg

Foto: Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Presse

Berlin. Beobachter von Hertha BSC wissen es seit längerem: Trainer Pal ­Dardai wünscht sich mehr Geschwindigkeit im Kader. Offiziell hieß es, der Überraschungsdritte der Bundesliga gehe mit dem gleichen Kader in die Rückrunde. So hatte es ­Manager Michael Preetz im November vor den Mitgliedern formuliert. Aber wie das in der Branche ist, dreht sich das Transferrad dennoch. So melden der „Kicker“ und „Sportbild“, dass Hertha ­Sinan Kurt (19) vom FC Bayern ausleihen möchte.

Die Münchener hatten den schnellen Linksfuß im Sommer 2014 für 1,1 Millionen Euro Ablöse aus Mönchengladbach verpflichtet, sein Vertrag läuft bis 2018. Doch Kurt kam im Starensemble auf nur einen Liga-Einsatz (im April beim 1:0 gegen Hertha). Im Sommer wurde Kurt von Trainer Pep Guardiola aus dem Profikader gestrichen und spielt seither für die U23 der Bayern in Liga vier. Für den ambitionierten Kurt ein Schlag.

Stocker nur Teilzeitspieler, Beerens außen vor

In Berlin wünscht sich Trainer Dardai seit dem Sommer schnelle Alternativen für die Außenbahn. Valentin Stocker auf der linken Seite weist zwar 14 Einsätze auf. Der Schweizer Nationalspieler kam im letzten Vierteljahr meist nur als Einwechselspieler für die letzten Minuten. Auf der rechten Seite stand Roy Beerens zu lediglich zwei mal auf dem Feld, seit dem vierten Spieltag hat der Nieder­länder überhaupt nicht mehr gespielt.

Nun kehrt auf der linken Seite Änis Ben-Hatira nach langer Verletzungspause zurück. Vom Selbst­verständnis her sieht sich Ben-Hatira als Stammkraft. Nach seinem Fernost-Trip Anfang April mit der tunesischen Nationalelf, den Ben-Hatira entgegen der Bitte von Trainer Dardai unternommen und sich prompt verletzte hatte, haben sich Ben-Hatira und Dardai nicht mehr viel zu sagen. Hier stehen die Zeichen auf Abschied im Januar. Nicht zufällig ist Ben-Hatira bei Hannover 96 im Gespräch.

Sport1 überträgt Hertha aus dem Trainingslager

Hertha-Manager Michael Preetz antwortete der Morgenpost auf die Frage nach Sinan Kurt: „Bis zum Trainings­auftakt wird definitiv nichts passieren.“ Der steigt am Sonntag, 14.30 Uhr, auf dem Schenckendorff-Platz. Dann bleiben Hertha und den Bayern noch ­genügend Zeit bis Ende Januar, um ein Leih­geschäft abzuschließen.

Zuvor werden die Blau-Weißen zweimal live im TV übertragen: Aus dem Trainingslager in Belek/Türkei überträgt Sport 1 Hertha gegen Hannover 96 (11. Januar, 16.30 Uhr) sowie Hertha gegen VfL Bochum (13. Januar, 19 Uhr).