Hertha im Dialog

Hertha vertraut seinem Team

Beim Fan-Dialog rechnet Manager Preetz nicht mit Wintertransfers. Auf der Veranstaltung geht es ruhig wie lange nicht bei Hertha zu

Manager Michael Preetz (l.) und Präsident Werner Gegenbauer sind entspannt

Manager Michael Preetz (l.) und Präsident Werner Gegenbauer sind entspannt

Foto: Fotostand / Bansemer / picture alliance / Fotostand

Berlin.  Hertha hat turbulente Jahre hinter sich. Abstieg, Aufstieg, Skandal-Relegation, Wiederabstieg, Wiederaufstieg – da genießen die Mitglieder eine Saison, in der Hertha einfach mal ruhig durch die Gegenwart segelt. Der aktuelle vierte Bundesliga-Platz der Mannschaft von Trainer Pal Dardai ist mehr, als sich die kühnsten Optimisten erträumten hatten. Entsprechend entspannt war die Stimmung bei „Hertha im Dialog“.

Die wichtigste Aussage war die Feststellung von Manager Michael Preetz, dass Hertha nach derzeitigem Stand im Winter weder Zukäufe noch Abgänge plant. „Es ist bisher kein Spieler auf mich zugekommen und hat signalisiert, dass er gehen will“, sagte Preetz. „Deshalb gehe ich im Moment davon aus, dass wir mit dem jetzigen Kader auch in Rückrunde gehen.“

Gut 120 Mitglieder hatten sich im „Green’s“ eingefunden, einer Gaststätte im Olympiapark. Außerhalb der protokollarischen Zwänge einer Mitgliederversammlung – die findet am Montag in der Messehalle 20 statt – wurde querbeet gesprochen. Den größten Applaus erhielt ein Mitglied, das sich bei den Ordnern bedankte, die am vergangenen Wochenende beim Hertha-Heimspiel gegen Hoffenheim (1:0) vor dem Hintergrund der Terrorattacken in Paris am Olympiastadion „einen tollen Job gemacht haben“.

Gegenbauer will das Beste für Hertha

Gleich vier Fragen bezogen sich auf menschliche Bedürfnisse im Olympiastadion. Warum bei diesem oder jenem Spiel die Toiletten in der Nähe von Block P geschlossen waren. Und warum man einen Umweg zum WC nehmen müsse, statt direkt durch die Glastüren der VIP-Logen aufs Örtchen zu gelangen.

Klartext redete Präsident Werner Gegenbauer. Ein Mitglied hatte Hertha aufgefordert, bei der DFL klar Position zu beziehen, dass es in den derzeit laufenden Verhandlungen für einen TV-Vertrag von 2017 bis 2021 keine Montagsspiele geben dürfe. Das sei für die Fans ein sehr schlechter Termin. Gegenbauer antwortete trocken: „Wir stimmen für den TV-Vertrag, der am besten für Hertha ist.“ Meint: Der am meisten Geld einbringt. Und da gelte es, nicht nur das Fan-Interesse im Auge zu haben, sondern auch das Interesse an exklusiven Spielterminen, das die TV-Sender haben.