Am frühen Montagnachmittag hatte sich Hertha-Trainer Pal Dardai noch über die EM-Qualifikation des ungarischen Nationalteams gefreut – keine zwei Stunden später schwappte jedoch eine weniger erfreuliche Nachricht nach Berlin.
Mitchell Weiser, 21, hat sich bei einer Trainingseinheit der deutschen U21-Nationalmannschaft am vergangenen Sonntag einen Teilanriss des Außenbandes im linken Sprunggelenk zugezogen, als er einem Gegenspieler im Zweikampf auf den Fuß trat und umknickte.
Ein Einsatz am Sonntag im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim scheint damit ausgeschlossen. Weiser reiste am Montag aus Fürth nach Berlin, am Dienstag folgen Untersuchungen durch Herthas Mannschaftsarzt Ulrich Schleicher.
In der Startelf festgespielt
Erst am Freitag hatte Weiser sein Debüt im Team von Trainer Horst Hrubesch gegeben, nachdem er sich in den vergangenen Wochen bei Hertha ins Rampenlicht gespielt hatte. Seit dem vierten Spieltag stand der Sommerzugang durchgehend in der Startelf, bereitete trotz einen angebrochenen Zehs drei Tore vor und erzielte einen Treffer selbst.
Durch Weisers Verletzung steigen die Einsatzchancen für Herthas Eigengewächs Yanni Regäsel, 19, der beim jüngsten 3:1 in Hannover erstmals in der Startelf gestanden hatte.
Coach Dardai feiert Ungars EM-Teilnahme
Bei Herthas Wochenauftakt hatte Pal Dardai noch vor Stolz gestrahlt. „Nach 44 Jahren wieder bei einer Europameisterschaft dabei zu sein, ist wirklich sehr schön“, sagte der Coach, der bis zum vergangenen Juli auch die Nationalmannschaft seines Heimatlandes Ungarn trainiert hatte.
Nachfolger Bernd Storck habe einen „wirklich guten Job“ gemacht“, sagte Dardai. Ungarn hatte sich am Sonntag im zweiten Qualifikations-Play-off mit 2:1 Toren gegen Norwegen durchgesetzt.


