Hertha

5:0 gegen Salzburg - Gelungenes Comeback von Lustenberger

Hertha ist zur Saisonvorbereitung in den Bergen - in der Steiermark. Am Dienstag konnte Luhukay sein Team testen, das er zuvor komplett ausgewechselt hatte. Schließlich gewannen die Berliner haushoch.

Foto: Marc Müller / dpa

Die erste gute Nachricht des Abends gab es bereits beim Auflaufen: Hertha BSC wurde angeführt von Fabian Lustenberger. Zum ersten Mal seit dem 2. Februar konnte der Kapitän nach einer langwierigen Muskelverletzung wieder spielen. Zugegeben, es war ein Testspiel gegen den österreichischen Drittligisten Austria Salzburg. Lustenberger wurde als Abwehrchef nicht wirklich gefordert, beschränkte sich auf einfache Dinge im Spielaufbau. „Aber das wird Fabian Mut geben, dass er eine Halbzeit auf dem Platz stand“, sagte Trainer Jos Luhukay.

Die zweite gute Nachricht: Hertha gewann vor 1350 Zuschauern in der Athletic Area Schladming mit 5:0 (3:0). Selbstvertrauen tanken, nachdem der Bundesligist in den Vorbereitungspartien zuvor nicht mit Torgefahr geglänzt hatte. So konnte Roy Beerens, der Neue vom AZ Alkmar, sein erstes Doppelpack im Hertha-Trikot feiern. Zunächst traf der Niederländer nach Vorarbeit von Ronny zur Führung (24.). Und legte nach einer Eingabe von Änis Ben-Hatira mit dem 2:0 nach (28.). Den schönsten Treffer des Abends gelang Alexander Baumjohann. Der wurde erneut von Ronny freigespielt und lupfte den Ball trotz Bedrängnis von zwei Verteidigern über Austria-Torwart Stefan Ebner ins lange Eck (38.).

„Schieber, Schieber“-Rufe

Nach der Pause gab es eine Premiere. Luhukay hatte komplett durchgetauscht und ließ erstmals ein 3-4-3-System spielen. Und die Dreier-Abwehrkette mit Sebastian Langkamp, John Heitinga und John Brooks geriet in den ersten zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff mehrfach ins Schwimmen. Irgendwie stimmte es mit der Abstimmung zwischen Mittelfeld und Abwehr nicht. Während Torwart Rune Jarstein in der ersten Hälfte gar nichts zu tun bekam, konnte sich Thomas Kraft im zweiten Durchgang so einige Male auszeichnen.

Trotzdem blieb der Hauptstadt-Klub überlegen. Valentin Stocker zeigte einige Tempoläufe. Und Julian Schieber, dem Neuen von Borussia Dortmund gelangen zwei Treffer. In der 53. Minute traf er per Fuß,. In der 67. Minute wuchtete er einen Kopfball nach einer Allagui-Flanke unter die Querlatte zum 5:0-Endstand. Von den Hertha-Fans auf der Tribüne ertönten „Schieber, Schieber“-Sprechchöre.

Es war kein Zauberfußball, es gab auch einigen Leerlauf. Dennoch war Trainer Luhukay zufrieden: „Nach den schweren Aufgaben zuvor war das ein Zwischenspiel. Alle konnte etwas Selbstbewusstsein tanken.“

Im letzten Spiel der Vorbereitung wird das Toreschießen nicht so einfach sein. Am Freitag testet Hertha zum Ende des Trainingslager in der Steiermark gegen den türkischen Erstligisten Kasimpasa Spor Kulübü aus Istanbul. Das erste Pflichtspiel steht für Hertha am 15. August an in der ersten DFB-Pokalrunde bei Viktoria Köln.