Die Berliner brauchen ein Wunder, um auch in der nächsten Saison in der Bundesliga zu spielen. Sie hätten dieses Spiel gewinnen müssen. Weil immer weniger Zeit bleibt, sich aus der prekären Situation zu befreien. Und weil Köln gestern enorm harmlos war. Selbst ein Unentschieden hätte Hertha nichts geholfen. Nicht nur die Tabellensituation ist prekär. Auch der mentale Zustand der Spieler ist nach dem 0:1 schlecht. Wie und wann soll endlich die Wende gelingen?

Es hilft überhaupt nichts, dass die Blau-Weißen gestern die bessere Mannschaft waren. Dass Köln defensiv spielte, ist keine Ausrede. Trainer Friedhelm Funkel setzte in der Partie auf eine offensive Taktik - eine richtige Entscheidung. Seine Spieler suchten immer wieder den Abschluss und zeigten vollen Einsatz, belohnten sich aber nicht mit Toren. Ein Absteiger-Syndrom.

Wegen der Länderspiele am Wochenende hat Hertha nun zwei Wochen Zeit, sich auf die nächste Partie beim VfB Stuttgart vorzubereiten. Die Zeit will gut genutzt sein. Im Winter muss Hertha sich verstärken. Und die vorhandenen Spieler müssen sich deutlich steigern. Anderenfalls spielen sie im nächsten Jahr in der Zweiten Liga. Sofern sie überhaupt bei Hertha bleiben