Die Affäre um mögliche Sachbeschädigungen an Autos nach einer Partynacht durch Fußball-Profi Patrick Ebert weitet sich aus. Nach Ermittlungen des Landeskriminalamtes (LKA) sollen am frühen Morgen des 18. März nicht wie zunächst angenommen sechs oder sieben Autos und ein Motorroller, sondern insgesamt 14 parkende Wagen beschädigt worden sein. Das erfuhr Morgenpost Online aus Polizeikreisen.

Unklar ist demnach allerdings, welcher der beiden Profi-Fussballer wie viele Autos demoliert hat. Ebert, der die Vandalismus-Vorwürfe nach wie vor bestreitet, war an besagtem Morgen zusammen mit Kevin-Prince Boateng von Borussia Dortmund in angetrunkenem Zustand von einer Polizeistreife im Berliner Stadtteil Wilmersdorf angehalten worden.

Am Dienstag hatte Eberts Anwalt Janusz Lerch zudem erklärt, dass sein Mandant nach den nächtlichen Eskapaden bereits zweimal von einer Person genötigt worden sei. Der 22-Jährige sei aufgefordert worden, einen Pkw-Schaden zu regulieren, sonst „könnte für nichts mehr garantiert werden“, heißt es in einem dem LKA vorliegenden Wortlaut eines Gesprächs Eberts mit einer Person vor seinem Haus.

Anwalt Lerch behalte sich vor, ein formelles Strafverfahren einzuleiten, wenn „sein Mandant noch einmal von dritten Personen aufgesucht werden sollte“. Dass Ebert ein Schweigegeld von 5000 Euro gezahlt habe, damit ein anderer Geschädigter seine Anzeige zurückzog, bestreitet der Spieler vehement. dpa/ali/sei