Morgenpost Online: Zumindest für 24 Stunden ist Hertha BSC Tabellenführer der Bundesliga – sind Sie eine Spitzenmannschaft, Herr Friedrich?
Arne Friedrich: Ich glaube, dass wir uns die ganze Saison über als ein Team zeigen, dass nicht zu Unrecht oben mithält.
Morgenpost Online: Was war in der zweiten Hälfte los?
Friedrich: Wie immer, wenn wir führen, machen wir uns selbst das Leben schwer. Wir haben uns viel zu weit zurückgezogen. Und den einen oder anderen Konter hätten wir besser zu Ende spielen müssen.
Morgenpost Online: Ist das ein Problem des Kopfes oder der Beine?
Friedrich: Beides ein bisschen. Ich versuche unsere Abwehr nach vorn zu schieben, aber irgendwie sind wir da schwerfällig. Und im Hinterkopf hat jeder die Befürchtung, dass wir die Führung verspielen könnten.
Morgenpost Online: Dabei ist Hertha überzeugend ins Spiel gekommen.
Friedrich: Ja, wir wollten von Beginn an dominant auftreten. Das haben wir gut hinbekommen und zum richtigen Zeitpunkt zwei Tore gemacht.
Morgenpost Online: Was war beim Elfmeter für Mönchengladbach los, den Sie verursacht haben?
Friedrich: [schmunzelt] Tja, das hat der Marko Marin clever gemacht. Ich gehe runter, um den Ball zu spielen, er fädelt ein. Und in der Bundesliga wird so etwas halt mal gepfiffen. Dabei kann man in der Zeitlupe sehen, dass ich deutlich nicht zum Körper von Marin gehe.
Morgenpost Online: Hertha ist nach 22 Runden Erster, was ist diese Saison möglich?
Friedrich: Wir brauchen jetzt nicht jedes Wochenende über unsere Zielsetzung zu diskutieren. Richtig ist, dass wir eine echte Heimmacht geworden sind. Und mit 43 Punkten gut da stehen. Jetzt gilt es, sich auf Cottbus zu konzentrieren.
Morgenpost Online: In der Lausitz tut sich Hertha BSC traditionell schwer.
Friedrich: Ja, und das wollen wir ändern. Unser Problem in Cottbus waren immer die Zweikämpfe. Deshalb müssen wird nächste Woche richtig aggressiv trainieren.





