Transfer

Marcel Ndjeng verlässt Hertha BSC

Nach drei Jahren ist Schluss: Der 33 Jahre alte Marcel Ndjeng entscheidet sich damit gegen ein Dasein als Stand-By-Profi.

Foto: nph / Schrader / picture alliance / nordphoto

Mittelfeldspieler Marcel Ndjeng verlässt nach drei Jahren den Fußball-Bundesligisten Hertha BSC. Wie die Berliner am Sonnabend mitteilten, hat sich der 33 Jahre alte Routinier entschieden, das Angebot auf eine Vertragsverlängerung „als Stand-By-Profi mit hauptsächlichen Einsatzzeiten in der U23“ nicht anzunehmen und stattdessen eine neue Herausforderung zu suchen.

„Wir wünschen Marcel Ndjeng für seine nächste Station nur das Beste und bedanken uns bei ihm für die geleistete Arbeit, für eine sehr gute Zeit in unserem Verein“, ließ Hertha-Manager Michael Preetz über die Vereinshomepage verlautbaren.

Unter Dardai nur noch Reservist

Ndjeng war 2012 gemeinsam mit Herthas Ex-Trainer Jos Luhukay in die Hauptstadt gekommen. Beide hatten zuvor beim FC Augsburg, dem SC Paderborn und Borussia Mönchengladbach zusammengearbeitet. In seiner ersten Saison gehörte der gebürtige Bonner zur Stammformation und hatte somit maßgeblichen Anteil an der Rückkehr in die Bundesliga.

Dort kam Ndjeng in seinem zweiten Jahr bei Hertha nur noch auf 17 Einsätze – auch, weil er zu Saisonbeginn wegen eines Knochenödems rund zwei Monate ausfiel. In der abgelaufenen Spielzeit kam Ndjeng unter Luhukay elfmal zum Einsatz und stand dabei neunmal von Beginn an auf dem Platz.

Unter dem neuen Trainer Pal Dardai absolvierte der Deutsch-Kameruner nur noch fünf Spiele – keines davon über 90 Minuten. Insgesamt stehen 61 Ligaspiele und fünf Tore im Hertha-Trikot für Ndjeng zu Buche. Durch die Verpflichtung des 21 Jahre alten Mitchell Weiser vom FC Bayern, der wie Ndjeng vorwiegend auf der rechten Seite spielt, hatte sich die Perspektive auf weitere Einsätze deutlich verschlechtert.

Kontakte nach Paderborn

Bei Hertha wurde Ndjeng nicht nur wegen seiner Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit geschätzt, sondern auch wegen seines professionellen Verhaltens. Selbst wenn er nicht zur ersten Garde zahlte: Unzufriedenheit äußerte der Routinier nie.

Wie Ndjengs Zukunft aussieht, ist derzeit noch offen. Derzeit wird Ndjeng mit seinem Ex-Klub SC Paderborn in Verbindung gebracht. Für den Bundesliga-Absteiger spielte er schon in der Saison 2005/06. Bei den Ostwestfalen wurde kürzlich Markus Gellhaus, der langjährige Assistent von Jos Luhukay, als neuer Trainer präsentiert.