Liga-Vorbereitung

Stocker und Brooks sorgen bei Hertha für harte Konkurrenz

Beim Berliner Bundesligisten sind nun auch die WM-Teilnehmer wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. US-Nationalspieler John Brooks freut sich auf Konkurrent John Heitinga.

Foto: Hassan Ammar / AP

Die neue Fraktion der Niederländer von Hertha BSC hatte beim Test gegen den PSV Eindhoven für Aufsehen gesorgt. Beim 1:1 (1:0) in dem Vorbereitungsspiel im Amateurstadion hatte John Heitinga, 87-facher holländischer Nationalspieler und vom FC Fulham gekommen, den Führungstreffer für die Berliner erzielt (14.).

Flügelflitzer Roy Beerens, den Hertha vom AZ Alkmaar geholt hat, legte einige sehenswerte Dribblings hin und holte unter anderem einen Elfmeter heraus, den Jens Hegeler allerdings verschoss. Trainer Jos Luhukay, geboren in Venlo in der Provinz Limburg, wurde gefragt, ob er mit den Neuen auf Niederländisch redetet. Luhukay schüttelte den Kopf. „Ich helfe John und Roy, wenn sie mal etwas nicht verstehen. Aber wir sprechen bei Hertha deutsch.“

Heitinga, 30, hatte zuvor fünf Jahre in der Premier League für den FC Everton und Fulham gespielt. Er sagt: „Ich spreche ein bisschen deutsch. Ich verstehe beinahe alles. Aber noch ist Englisch einfacher.“

Am Tag nach dem Freundschaftsspiel verdoppelte sich die Schweizer Fraktion bei Hertha. So trainierte Fabian Lustenberger nach überstandenen muskulären Problemen individuell mit Konditionstrainer Markus Gellhaus.

Hertha überwies für Stocker 3,12 Millionen

Dritter im Bunde war ein Neuer, mit dem Lustenberger vor Jahren in Luzern zusammen aufgewachsen ist: Valentin Stocker hat seinen Urlaub nach der WM – die Schweiz scheiterte im Achtelfinale an Argentinien (0:1 n.V.) – beendet und trainierte erstmals bei den Blau-Weißen. „Die WM war eindrucksvoll, mit nichts zu vergleichen, was ich bisher erlebt habe“, sagte Stocker. Er sei im letzten halben Jahr so viel unterwegs gewesen, so dass er den Urlaub nach dem Abenteuer in Brasilien ganz in Ruhe daheim verbracht habe.

Hertha hatte den dribbelstarken Offensivspieler für 3,12 Millionen Euro Ablöse vom FC Basel geholt. Stocker kann im Mittelfeld alle Positionen spielen und auch eine hängende Sturmspitze. Bei Hertha ist er vor allem vorgesehen, um für Schwung auf der linken Außenbahn zu sorgen. Auf die Frage, wie er den deutschen Fußball bisher verfolgt hat, antwortete Stocker: „Als Schweizer schaut man immer auf die Bundesliga. In der vergangenen Saison habe ich besonders das Abschneiden von Hertha verfolgt. Jetzt freue ich mich auf die Herausforderung.“

Brooks erholte sich in Frankreich

Der zweite Neue war ein bekanntes Gesicht. John Brooks, kometenhaft bekanntgeworden mit seinem 2:1-Siegtor für die USA in der WM-Partie gegen Ghana, mischt wieder mit. „Das Tor gegen Ghana war der bisher größte Moment in meinem Leben, ich habe das erst später begriffen“, sagte Brooks im „Kicker“. Nach dem Urlaub, den er in Frankreich verbracht hat, freut er sich auf die neue Saison.

Auf seiner Position im Abwehrzentrum konkurrieren nun Heitinga, Sebastian Langkamp, Brooks und Lustenberger (wenn er wieder fit ist) um Einsatzzeiten. Brooks sagt, das sei in Ordnung. Er sei sicher, dass im Laufe der Saison alle Verteidiger gebraucht würden.