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DFB-Kapitän Lahm mahnt zur Verschwiegenheit

Ein Maulwurf sorgt für Unruhe im DFB-Lager. Interna müssen intern bleiben, mahnte Kapitän Lahm vor dem EM-Halbfinale.

Foto: DPA

Philipp Lahm hat seine Mitspieler in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach der „Maulwurf-Affäre“ zu Verschwiegenheit aufgerufen. „Jedem sollte jetzt bewusst sein, wem er die Aufstellung weitergibt. Das muss ein Thema der 23 Spieler und des Trainerteams sein“, sagte der Nationalmannschaftskapitän am Sonntag auf der Pressekonferenz im deutschen EM-Quartier in Danzig.

Schon Stunden vor den bislang vier Spielen der deutschen Mannschaft waren jeweils Details zur Aufstellung publik geworden. Bundestrainer Joachim Löw hatte das nach dem 4:2 Deutschlands im Viertelfinale gegen Griechenland kritisiert, nachdem frühzeitig Miroslav Klose, Marco Reus und Andre Schürrle als neue Spieler in der Startelf bekannt geworden waren.

„Dass man seiner Frau, Familie und was weiß ich wem Bescheid sagt, ist normal. Ich kann aber nicht die Aufstellung weitergeben, nicht meinem Berater, nicht meiner Frau oder wem auch immer. Das mache ich nicht. Das bleibt bei uns, ich kann mich mit den Mannschaftskameraden austauschen, mit dem Trainer, das sollte genug sein“, sagte Lahm weiter. Nach Informationen von Spiegel online sollen ein Spieler und ein Berater als undichte Quellen ausgemacht worden sein.