Euro 2012

Für Schiedsrichter Wolfgang Stark ist die EM 2012 beendet

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Foto: Firo

Der einzige deutsche EM-Schiedsrichter gehört nicht zu den Unparteiischen, die von der Uefa für die K.-o-Runde nominiert wurden.

Für den deutschen Schiedsrichter Wolfgang Stark ist nach seiner umstrittenen Leistung beim Vorrundenspiel zwischen Kroatien und Titelverteidiger Spanien (0:1) die EM beendet.

Der 42 Jahre alte Bankkaufmann aus Ergolding gehört nicht zu den acht Unparteiischen, die von der Uefa für die K.-o-Runde nominiert wurden. Für die Begegnung zwischen Deutschland und Griechenland am Freitag benannte die Schiedsrichter-Kommission den Slowenen Damir Skomina.

Nach einer Fehlentscheidung gegen die Kroaten, denen der deutsche Schiedsrichter einen klaren Foulelfmeter verweigerte, stand Stark zuletzt in der Kritik, weil er ein Foul von Sergio Ramos im Strafraum an Mario Mandzukic nicht geahndet und keinen Elfmeter gepfiffen hatte.

Erinnerungen an ein Hertha-Spiel

Sein zweiter EM-Einsatz hatte für Stark schon denkbar ungünstig begonnen. Bereits in der 7. Minute brannten kroatische Fans in ihrem Block Bengalos ab und weckten beim 42-Jährigen wohl Erinnerungen an das Relegations-Skandalspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC, das er vor einem Monat gepfiffen hatte. Sofort unterbrach der Bankkaufmann die Partie für 30 Sekunden, bis Ordner den Feuerstrahl gelöscht hatten. Es brachte nichts, Bengalos wurden sowohl im kroatischen als auch im spanischen Fanblock immer wieder gezündet.

Zudem schmälerte die Qualifikation der deutschen Mannschaft für das Viertelfinale seine Chancen auf die K.-o.-Runde. Für ihren ersten Einsatz bei der brisanten Partie zwischen Polen und Russland (1:1) hatten Stark und seine Assistenten Jan-Hendrik Salver, Mike Pickel, Deniz Aytekin und Florian Meyer noch viel Lob erhalten.

Neben Stark müssen auch der Ungar Viktor Kassai, Björn Kuipers aus den Niederlanden und der Spanier Carlos Velasco Carballo die Koffer packen. Carballo hatte das letzte deutsche Vorrundenspiel gegen Dänemark gepfiffen. Kassai war nach dem Torklau von Donezk in die Kritik geraten.

( sid/dpa/sei )