Holländischer Pokal

Alkmaar-Torwart tritt Fan – Spiel abgebrochen

Nach einer Fan-Attacke trat Alkmaars Torhüter den Angreifer und wurde vom Platz gestellt. Daraufhin verließen alle Gästespieler in Amsterdam das Spielfeld.

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Nach dem Abbruch des Pokalspiels zwischen Ajax Amsterdam und AZ Alkmaar ist es am Mittwochabend zu schweren Ausschreitungen wütender Fußball-Fans gekommen. Die Polizei rückte vor der Amsterdam Arena mit Wasserwerfern an und nahm acht mutmaßliche Randalierer fest – vier wegen Gewaltanwendung und vier wegen des illegalen Einsatzes von Feuerwerkskörpern.

Nach tätlichen Auseinandersetzungen zwischen einem betrunkenen Fan und AZ-Torhüter Esteban Alvarado war die Partie vorzeitig beendet worden.

Der Amsterdamer Klub entschuldigte sich am Donnerstag für den Zwischenfall in der Achtelfinal-Partie, der durch einen wahrscheinlich betrunkenen Ajax-Fan ausgelöst wurde. „Das ist ein schrecklicher Vorfall, den wir als Verein sehr bedauern. Wir bieten unsere ehrlich gemeinte Entschuldigung an. Wir finden das sehr schlecht und das wird der Junge zu spüren bekommen“, erklärte Ajax-Finanzdirektor Jeroen Slop auf der Internetseite des Clubs.

Der 19-jährige Fan war auf das Spielfeld gerannt und auf den Alkmaar-Torwart zugestürmt. Der Schlussmann aus Costa Rica verteidigte sich – „begreiflicherweise“, wie die Zeitung „De Telegraaf“ am Donnerstag urteilte. Schiedsrichter Bas Nijhuis schickte den Keeper dennoch mit Rot vom Platz. Begründung: Alvarado habe noch zwei Mal nach dem Fan getreten, als dieser bereits am Boden lag.

Daraufhin rief Alkmaars empörter Trainer Gert Jan Verbeek sein Team zusammen und die Gästespieler gingen beim Stand von 0:1 in der 37. Minute geschlossen vom Feld. „Ich habe gesehen, dass Esteban attackiert wurde und sich verteidigt hat“, sagte der verständnisvolle Ajax-Coach Frank de Boer. „Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, aber ich kann ihn mit seinem südamerikanischen Temperament verstehen.“

Der Angreifer wurde festgenommen. Abgesehen von einem Strafverfahren droht ihm nun ein lebenslanges Stadionverbot.