2. DFB-Pokalrunde

Kiel eliminiert Duisburg – Mainz siegt in Hannover

Regionalligist Kiel steht nach einem Sieg über Duisburg im Achtelfinale. Mainz beendet den Hannoveraner Höhenflug. Hertha und Schalke gaben sich keine Blöße.

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Aus für Hannover 96, Überraschung durch die Kieler „Störche“: Der Bayern-Schreck 96 scheiterte als zweiter Bundesligist in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Im einzigen Erstliga-Duell am Mittwoch verloren die Niedersachsen mit 0:1 (0:0) nach Verlängerung gegen den 1. FSV Mainz 05. Am Dienstag war der 1. FC Köln als bisher einziger Erstliga-Klub in dieser Runde ausgeschieden.

Ohne Probleme ist Cupverteidiger Schalke 04 ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Die Königsblauen gewannen mit 2:0 (0:0) beim Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC. Auch Bundesliga-Konkurrent Hertha BSC Berlin gab sich mit dem 3:0 (0:0) beim Regionalligisten Rot-Weiss Essen keine Blöße. Für eine Überraschung sorgte Regionalligist Holstein Kiel, der den Zweitligisten MSV Duisburg mit 2:0 (0:0) besiegte.

Hannover erlebte hingegen eine böse Überraschung. Drei Tage nach dem stürmisch gefeierten Triumph gegen Rekordmeister Bayern München in der Liga verlor „96“ nach einer schwachen Leistung. Ein Tor von Andreas Ivanschitz in der 93. Minute besiegelte den nicht unverdienten Erfolg der Mainzer, die Glück hatten, dass Torhüter Christian Wetklo in der Nachspielzeit der Verlängerung einen umstrittenen Foulelfmeter von Didier Ya Konan parierte.

„Ich war platt, Didier ist zu mir gekommen und hat gesagt, dass er sich sicher fühlt“, sagte der eigentliche Elfmeterschütze Mohammed Abdellaoue nach der Partie. „Es ist bitter, dass er verschossen hat, aber er wird gestärkt aus dieser Situation hervorgehen.“ Bei den Gästen überwog die Freude. „Das war ein richtiges Pokalspiel mit einem verdienten Sieger“, sagte Mainz-Manager Christian Heidel. „Die Jungs haben sich für viel Arbeit und Aufwand belohnt.“

Schalker Doppelschlag

Schalke setzte sich nach einem schwachen Auftritt dank eines Doppelschlags kurz vor Schluss beim KSC durch. Der niederländische Nationalspieler Klaas-Jan Huntelaar (81.) und Joel Matip (83.) erzielten die Treffer für die Westfalen.

„Als Erstligist kann man außer dem Ergebnis nicht viel richtig machen – und das haben wir geschafft“, sagte Schalkes Manager Horst Heldt. Karlsruhes Sportdirektor Oliver Kreuzer ärgerte sich über das unglückliche Ergebnis: „Natürlich ist das eine Enttäuschung, wenn man bis zur 80. Minute mithält und noch auf den 'Lucky Punch' hofft.“

Hertha BSC löste seine Zweitrundenaufgabe ohne Probleme und steht erstmals seit der Saison 2005/06 wieder im Achtelfinale. RWE verpasste seinerseits seine zweiten Coup gegen einen Hauptstadtklub, nachdem der Pokalsieger von 1953 in der ersten Runde Zweitligist Union Berlin mit 4:3 in der Verlängerung eliminiert hatte.

Für die Hertha machten Adrian Ramos (64.), der ehemalige Essener Pierre-Michel Lasogga (72.) und Nikita Rukavytsya (86.) den Einzug in die nächste Runde perfekt.

„Es war das erwartet schwere Spiel. In der ersten Hälfte haben wir nicht viel zugelassen, allerdings auch nicht so viel Druck ausgeübt. Mit der Einwechslung von Ramos haben wir den Druck erhöht und letztlich verdient gewonnen“, sagte Hertha-Trainer Markus Babbel.

Kiel mag Zweitligisten

Der Höhenflug der Kieler „Störche“ setzte sich auch im Pokal-Wettbewerb fort. Der Tabellenführer der Regionalliga Nord besiegte den letztjährigen Finalisten aus Duisburg und erreichte damit zum ersten Mal seit 1979 wieder die Runde der letzten 16.

Der Ex-Duisburger Rafael Kazior (54.) und Fiete Sykora (58.) erzielten den Treffer für die Gastgeber, die damit auch das siebte Heimspiel der Saison gewannen. In der ersten Runde hatte Kiel Energie Cottbus rausgeworfen.

„In der Mitte der ersten Halbzeit hat uns unser Torwart im Spiel gehalten. Der Pausenpfiff kam zur richtigen Zeit. Dann sind wir früh durch zwei Standards 2:0 in Führung gegangen. Und wenn wir erst einmal führen, wird es für jeden Gegner schwer“, sagte Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit.

Die nächsten Pokalpartien finden kurz vor der Winterpause am 20. und 21. Dezember statt, die Begegnungen werden am 30. Oktober im ZDF ausgelost. Im Achtelfinale erhalten die Clubs mindestens 562.000 Euro an TV-Geldern, die Einnahmen können sich bei einer Übertragung der Partie im frei empfangbaren Fernsehen auf maximal mehr als 900.000 Euro erhöhen.