Mit 34 Jahren

Japanischer WM-Star Naoki Matsuda gestorben

Zwei Tage nach seinem Zusammenbruch ist Fußball-Profi Naoki Matsuda gestorben. Einer der Stars der Japaner bei der Heim-WM 2002 wurde nur 34 Jahre alt.

Der japanische Fußball-Profi Naoki Matsuda ist am Donnerstag an den Folgen seines im Training erlittenen Herzinfarktes gestorben. Das gab sein Klub, der Drittligist Matsumoto Yamaga, bekannt. Der 40-malige Nationalspieler wurde 34 Jahre alt.

„Er starb heute um 1.06 Uhr“, sagte Klubpräsident Hiroshi Otsuki und ergänzte: „Seit Dienstag hat es eine Welle der Unterstützung von seinen Fans aus ganz Japan gegeben.“

Matsuda war am Dienstag während des Trainings kollabiert und in eine Klinik in Matsumoto, 180 Kilometer nordwestlich von Tokio gelegen, eingeliefert worden.

"Es ist fürchterlich"

Trainer Yoshiyuki Kato erklärte, dass Matsuda bereits nach einem 15-minütigen Aufwärmprogramm ohnmächtig wurde. Am Mittwoch hatten die behandelnden Ärzte den Zustand Matsudas, der bewusstlos im Krankenhaus angekommen war und künstlich beatmet werden musste, als „extrem kritisch“ bezeichnet.

„Es ist fürchterlich, jemanden in so jungem Alter sterben zu sehen. Es ist ein großer Schock. Er war ein großartiger Junge und ich habe mich ihm eng verbunden gefühlt“, sagte Philippe Troussier.

Unter dem französischen Trainer hatte Matsuda sein Nationalelfdebüt bei den „Blauen Samurai“ gegeben und die WM 2002 bestritten. In Japan herrschen derzeit Rekordtemperaturen, die bereits zu mehreren Todesfällen geführt haben, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.

2011 zu Matsumoto gewechselt

Der Verteidiger spielte zwischen 2000 und 2005 insgesamt 40 Mal für die japanische Nationalmannschaft. Bei der WM im eigenen Land im Jahr 2002 war er einer von drei japanischen Spielern, die in allen drei Gruppenspielen und im Achtelfinale keine Spielminute verpassten.

Japans Nationalteam war damals im Achtelfinale am späteren WM-Dritten Türkei knapp mit 0:1 gescheitert. Das Tor erzielte der spätere Bremer Verteidiger Ümit Davala.

In der J-League gewann er mit den Yokohama F-Marinos 2003 und 2004 den Titel. Von dort war Matsuda Anfang des Jahres zum Drittligisten aus Matsumoto gewechselt.

Foe, Puerta und Jarque

Der Japaner ist nicht der der erste Fußballer, der nach einem Zusammenbruch auf dem Platz verstarb. 2003 brach der Kameruner Marc-Vivien Foe während eines Spiels beim Confederations-Pokals zusammen und konnte nicht mehr zum Leben erweckt werden.

Auch der Spanier Antonio Puerta erlag vier Jahre später in einer Partie zwischen dem FC Sevilla und CF Getafe einer Herzattacke. 2009 starb dessen Landsmann Daniel Jarque im Trainingslager von Espanyol Barcelona in Italien.