Copa America

Drei Tore – Guerrero schießt Peru auf Platz drei

Nach seinen drei Treffern im Spiel um Platz drei der Copa America gegen Venezuela wird HSV-Stürmer Paolo Guerrero in seiner Heimat Peru gefeiert.

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Erst schoss Paolo Guerrero Peru bei der Copa America in Argentinien auf Platz drei, dann durfte der Stürmer des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV mit seinen Teamkollegen in der Präsidenten-Maschine die Heimreise antreten. Nach dem 4:1 (1:0)-Sieg der Peruaner gegen Venezuela im „kleinen Finale“ in La Plata hatte Staatsoberhaupt Alan Garcia sein Flugzeug geschickt, damit die Mannschaft am Sonntag an der Einweihung des umgebauten Estadio Nacional in Lima teilnehmen konnte.

Nach seinen drei Toren gegen Venezuela stand Guerrero dabei im Mittelpunkt. „Wir sind nach Argentinien gekommen und wollten sechs Spiele spielen. Das haben wir geschafft. Wir genießen das jetzt, auch wenn es fast zu mehr gereicht hätte“, sagte der HSV-Angreifer.

Guerrero hatte zunächst die Führung durch William Chiroque (40.) vorbereitet. Nach dem Seitenwechsel erzielte er das 2:0 selbst (65.) und sorgte dann nach dem Anschlusstreffer durch Juan Arango von Borussia Mönchengladbach (70.) mit seinen Treffern in den beiden Schlussminuten für die Entscheidung. Venezuela spielte ab der 58. Minute in Unterzahl, nachdem Guerreros Hamburger Klubkollege Tomas Rincon die Rote Karte gesehen hatte.

Mit fünf Treffern hatte Guerrero damit gute Chancen, Torschützenkönig der Copa zu werden. Vor dem Finale am Sonntagabend zwischen dem WM-Vierten Uruguay und der Überraschungsmannschaft von Paraguay führte der 27 Jahre alte frühere Münchner die Torjägerliste an. Uruguays Angreifer Luis Suarez hatte drei Tore auf dem Konto. Zuletzt war vor 28 Jahren in Eduardo Malasquez ein Peruaner Torschützenkönig der Copa America geworden.



Für Guerrero war aber der Erfolg der Mannschaft wichtiger: „Ich nehme schöne Erinnerungen aus Argentinien mit. Es war eine grandiose Copa. Peru hatte schon immer große Spieler, man brauchte nur bei einigen den Chip zu wechseln. Der peruanische Fußballer ist heute ein anderer, er hat den Hunger nach Triumphen, und das war auch gegen Venezuela zu sehen.“

Perus Trainer Sergio Markarian wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte. „Paolo hat die Partie mit dem Skalpell entschieden und mit jedem seiner Tore einen chirurgischen Schnitt gemacht“, sagte Markarian.

Nächstes Ziel für Guerrero und Co. ist nun die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien. Dann sollen auch die bei der Copa verletzten Claudio Pizarro (Werder Bremen) und Jefferson Farfan (Schalke) wieder eine wichtige Rolle spielen. „Sie sind für das Team wichtige Spieler. Wir werden sie in der WM-Qualifikation wieder dabei haben, und ich glaube, dass sie uns noch ein Stück stärker machen“, sagte Guerrero.