Bunga-Bunga-Prozess

Cristiano Ronaldo soll für Berlusconi aussagen

Im Prozess gegen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi wegen Sex mit einer minderjährigen Prostituierten muss auch Cristiano Ronaldo aussagen.

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Real Madrids portugiesischer Fußball-Star Cristiano Ronaldo ist als Zeuge im Prozess vorgeladen worden, der am kommenden Mittwoch (6. April) gegen den italienischen Ministerpräsidenten und AC-Mailand-Boss Silvio Berlusconi wegen Sex mit einer minderjährigen Prostituierten und Amtsmissbrauch beginnt. Cristiano Ronaldo wurde von den Verteidigern des Regierungschefs vorgeladen.

Der Real-Starstürmer soll vor Gericht bestätigen, dass er das marokkanische Callgirl Ruby, mit dem Berlusconi laut Anklage eine sexuelle Beziehung hatte, als sie noch minderjährig war, nie kennengelernt haben. Die Marokkanerin, die bürgerlich Karima el-Mahroug heißt, hatte vor den ermittelnden Mailänder Staatsanwälten berichtet, dass ihr Cristiano Ronaldo in Mailand Geld für Sex angeboten habe. Portugals Fußball-Ass hatte diese Behauptung bestritten und behauptet, er habe die junge Frau nie getroffen.

Berlusconi unterhielt der Staatsanwaltschaft zufolge zwischen Februar und Mai 2010 von ihm bezahlte „sexuelle Beziehungen“ zu Ruby, die damals erst 17 Jahre alt war. Der Ministerpräsident soll zudem sein Amt missbraucht haben, um im Mai 2010 Rubys Freilassung zu erwirken, als diese wegen Diebstahlsverdachts in Polizeigewahrsam war. Sowohl Berlusconi als auch Ruby bestreiten indes, miteinander Sex gehabt zu haben.