Ermutigung

Mario Gomez rät schwulen Fußballern zum Outing

Der deutsche Nationalspieler ermutigt homosexuelle Berufskollegen, sich zu ihrer Neigung zu bekennen. Schwulsein sei längst kein Tabuthema mehr.

Nationalspieler Mario Gomez von Bayern München hat homosexuelle Fußballer bestärkt, sich zu outen. „Sie würden dann wie befreit aufspielen. Schwulsein ist doch längst kein Tabuthema mehr. Wir haben einen schwulen Vizekanzler, der Berliner Bürgermeister ist schwul. Also sollten sich auch Fußballprofis zu ihrer Neigung bekennen“, sagte der 25 Jahre alte Gomez in einem Interview mit der Illustrierten "Bunte".

Als einiziger Spieler hatte sich hierzulande bislang nur Marcus Urban geoutet. Der Thüringer galt als großes Talent. Bis Anfang der 90er-Jahre stand er beim Zweitligisten Rot-Weiß Erfurt unter Vertrag. Dann beendete er plötzlich seine Karriere. Der entscheidende Grund dafür war seine Homosexualität. Heute spielt der 36-Jährige beim ETSV Hamburg in einem Team, das zum schwul-lesbischen Sportverein Startschuss gehört.

Lange hat der Mittelfeldspieler geschwiegen und nur in seinem direkten Umfeld über die Probleme schwuler Fußballer gesprochen. Mit seinem Geständnis im Herbst 2007 wollte Urban homosexuelle Spieler und Trainer dazu bewegen, sich zu outen und damit in der Männergesellschaft Fußball mehr Akzeptanz und Toleranz möglich zu machen.