Köpenick

Erste WM-Bewohner beziehen das Stadion An der Alten Försterei

Der 1. FC Union hat sich für die Fußball-WM 2014 etwas Besonderes einfallen lassen: Fans können mit ihren Couches zum Public Viewing im Stadion einziehen. Am Sonntag kamen die ersten.

Foto: Paul Zinken / dpa

Im Stadion An der Alten Försterei wurde am Sonntag für das während der Fußball-Weltmeisterschaft geplante Public Viewing geprobt. Dies soll in „Wohnzimmeratmosphäre“ stattfinden, indem im Innenraum auf dem Rasen der Zweitligaprofis des 1. FC Union rund 3000 Menschen auf 750 Privat-Sofas die Partien auf einer Großleinwand verfolgen können.

Die ersten ausgewählten Besitzer von sogenannten Wohnberechtigungsscheinen zogen am Sonntag mit ihren Couches ins Stadion. „Wir haben es gemacht, um Erfahrungen zu sammeln, wie viel Zeit man pro Parzelle und Wohnberechtigungsschein-Besitzer braucht. Da werden wir unsere Lehren ziehen“, sagte Ideengeber Gerald Ponesky.

Bis Mittag standen 33 Sofas im Stadion. Diese wurden auf unterschiedlichste Weise nach Köpenick gebracht, nicht nur mit gängigen Transportern. Vier Fans kamen mit ihrer Couch aus Schöneweide gelaufen. Ein Zuschauer aus Görlitz fuhr mit einem Schwerlasttransporter vor, auf dem einzig ein WM-Sofa stand. Der offizielle Einzug aller Sofa-Besitzer erfolgt vom 10. bis 12. Juni.

Bei freiem Eintritt werden auch Teile der Stehplatzränge und der Haupttribüne geöffnet sein. Dadurch können noch einmal rund 10.000 Zuschauer WM-Feeling im Stadion An der Alten Försterei schnuppern. Der Rahmen der Videowand ist bereits montiert. Ab Montag wird zudem damit begonnen, 3500 Quadratmeter Tapete rund um die Videowand vor der Gegengerade anzubringen, um dem Stadion noch mehr „Wohnzimmer“-Atmosphäre zu verleihen.

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