Vier Jahre und noch ein bisschen länger hat Marko Pantelic von 2005 an die Fans von Hertha BSC verzückt, er hat sie mit Toren zu seinen Freunden gemacht und mit mancher Eskapade in den Wahnsinn getrieben. Inzwischen ist die Erinnerung an den 31-Jährigen ein wenig verblasst, der Anhang des künftigen Zweitligisten beklagt nicht mehr ganz so verzweifelt seinen Abgang vor einem Jahr.

Heute aber tritt Pantelic zurück ins Bewusstsein nicht nur der Hertha-Fans, sondern aller am Fußball interessierten Deutschen – jedenfalls, wenn es nach seinem Wunsch und Willen geht. Mit Serbien trifft er in Port Elizabeth auf Deutschland ( live bei Morgenpost Online ). ein wegweisenden Spiel ist das ab 13.30 Uhr vor allem für Pantelic und sein Team. „Wir brauchen einen Sieg, sonst können wir wieder fahren“, hat er festgestellt, also: „Ich muss unbedingt ein Tor schießen.“

An dieser Stelle kommt wieder Hertha ins Spiel, denn verhindern will Tore von Pantelic ausgerechnet Arne Friedrich, langjähriger Weggefährte im blau-weißen Berliner Dress. „Ein klasse Verteidiger“ sei Friedrich, lobt Pantelic, aber auch einer mit Schwächen: „Und die werde ich nutzen. Ich weiß, was zu tun ist.“ So ist er, dieser Marko Pantelic, so war er schon immer – ein Vollblutstürmer mit großer Klappe und viel dahinter. Auch heute?